Schwarzwald-Baar-Kreis Illegalen Altkleider-Sammlern geht es an den Kragen

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So kann ein angemeldeter Altkleidercontainer des Kolpingwerkes aussehen. Foto: ewx

Schwarzwald-Baar-Kreis - Die moderne Abfallwirtschaft kostet Bürger und Gewerbe viel Geld. Inzwischen sind die Abfallwertstoffe zu einem lukrativen Geschäft und umkämpften Markt geworden. Mit dem Handel von Altglas, Altmetall oder Altpapier werden heute Milliardengeschäfte gemacht. Am heftigsten umkämpft ist der Handel mit Altkleidern.

Mit einer relativ weichen Maßnahme will die Kreisverwaltung den Wildwuchs in diesem Bereich jetzt in den Griff bekommen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis liegen bisher 41 Anmeldungen gewerblicher und 18 Anmeldungen gemeinnütziger Sammler vor. Der überwiegende Anteil bezieht sich auf die Sammlung von Altkleidern. Neben diesen agieren außerhalb der Legalität viele kleine Unternehmen mit häufig bewusst verschleierten Strukturen, die ihre Container ohne Anzeige bei der Abfallrechtsbehörde und ohne Sondernutzungserlaubnis / Einverständnis des Grundeigentümers aufstellen. Dabei werde mit Aufschriften wie "Baby-Nothilfe" der Eindruck einer gemeinnützigen Sammlung erweckt.

Weil der Gesetzgeber diesen Bereich aber offensichtlich nicht so ganz trennscharf geregelt hat, gibt es hier eine Grauzone, Wildwuchs und "Kampf um den Abfall" in den Altkleidercontainern, wie Umweltdezernent Joachim Gwinner im Umweltausschuss formulierte. Kein Wunder, denn die Tonne kann hier bis zu 400 Euro Gewinn einbringen.

In der Verantwortung gegenüber dem Gebührenzahler wird nun überlegt, wie dieser an dem lukrativen Altkleidermarkt profitieren kann.

Die gesetzlich vorgegebenen Regelungen zur Sammlung von Abfallwertstoffen sind nach Gwinner für die Praxis "praktisch völlig untauglich". Darum strebt man im Landratsamt auch keine rechtlichen Schritte, keine Untersagung von besagtem Wildwuchs an.

Das Risiko, so einen Rechtsstreit zu verlieren, wird hoch eingeschätzt. Vielmehr möchte man "die schwarzen Schafe in Gemeinschaft mit den Kommunen aushungern". Die Gemeinden haben zudem die Möglichkeit, unerwünschten Sammlern die Nutzungserlaubnis für den Containerplatz zu verwehren.

In der Diskussion gab es im Fachausschuss rundum Unterstützung für diese Perspektiven. "Kriminelle Elemente versäckeln die Bevölkerung", langte CDU-Sprecher Jürgen Roth zu und bestätigte wie die anderen Fraktionen die Vorgehensvorstellungen der Verwaltung. Mit den etablierten gemeinnützigen Sammlern sollen Gespräche über mögliche Kooperationen geführt werden.

  
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