Schwarzwald-Baar-Kreis Günter Philippi verabschiedet
Schwarzwälder-Bote, 15.07.2012 17:01 Uhr
Für hervorragende Jugendarbeit in der Saison 2011/12 wurde der SV Eisenbach beim Bezirksjugendtag in Tannheim mit dem "Sepp Herberger-Preis 2012" vom neuen Bezirksjugendwart Ulrich Müller (rechts) ausgezeichnet. Den Preis nahm der überraschte Jugendleiter Ralf Willmann entgegen. Foto: JunkelFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Helmut Junkel Der Jugendtag des Fußballbezirks Schwarzwald in Tannheim unter dem neuen Bezirksjugendwart Ulrich Müller ging als "Tag X" nach der 15-jährigen "Willi-Schmider-Ära" zügig über die Bühne.Aus gesundheitlichen Gründen trat Günter Philippi als Vorsitzender des Bezirkssportgerichts der Junioren zurück. Er wurde für seine 30-jährige Mitarbeit im Bezirk ehrenvoll verabschiedet. Mit dem traditionellen "Sepp Herberger-Preis 2012" wurde der SV Eisenbach belohnt.
In seinem Grußwort mahnte der stellvertretende Verbandsjugendwart Michael Colpi "Fair play" und respektvollen Umgang untereinander an. Colpi prangerte aber auch die hohe Zahl der Spielverzichte an. Er rief die Vereine auf, sich frühzeitig um den Nachwuchs zu bemühen, weil ein Rückgang der Mannschaftszahlen in den jüngeren Jahrgängen zu verzeichnen sei.
Aufgrund der vorzeitigen Veröffentlichung des Bezirks-Jugend-Jahresbericht auf der SBFV-Homepage konnte Bezirksjugendwart Müller auf seinen Bericht verzichten. Seinen letzten Jahresbericht trug Günter Philippi, der scheidende Vorsitzender des Bezirkssportgerichts der Junioren vor. Insgesamt wurden in der Saison 2011/12 235 Urteile gesprochen. Erschreckend hoch war dabei der Verzicht auf ein Verbandsspiel (51 Urteile) und fehlende Spielerpässe (40 Urteile). Wegen unsportlichem Verhalten mussten 29 Urteile gefällt werden. Die Beleidigungen gegen die Schiedsrichter waren zwar rückläufig, sind aber immer noch ordinär. Ein Dauerthema waren die nicht ordnungsgemäß ausgefüllten Spielberichte. Straffrei blieben in der vergangenen Saison 30 Vereine. Bei der alljährlichen Vergabe der Urkunden der Bezirksmeister, Pokal- und Staffelsieger gingen die DJK Villingen und FC 08 Villingen mit jeweils acht Urkunden und zwei Wimpeln als erfolgreichste Vereine vor der Fußballschule Geisingen (fünf Siege) unter 39 Vereinen hervor.
Danach zeichnete Bezirks-Jugendwart Müller Jugendleiter in den Vereinen aus, von denen allerdings nur Walter Fürderer (DJK Donaueschingen), Axel Mutter (SV Häusern), Hansjörg Ganter und Volker Restle (VfB Villingen) persönlich die Auszeichnung entgegennahmen. Für die gute Jugendarbeit in der letzten Saison wurde der SV Eisenbach mit dem "Sepp Herberger-Preis" bedacht, den der freudig überraschte Jugendleiter Ralf Willmann entgegennahm.
Mit dem Bezirkstag in Tannheim ging die Ära Günter Philippi als Vorsitzender des Bezirkssportgerichts der Junioren auf eigenem Wunsch zu Ende. Der Vorsitzende des Verbandssportgerichts Gerhard Berger würdigte die 27-jährige ehrenamtliche Arbeit des scheidenden und langjährigen Vorsitzenden. Im Amt des Sportrichters schaffe man sich keine Freunde und die aufgewendeten Stunden in der langen Dienstzeit ließen sich nicht aufzählen. Berger dankte Philippi für die gute Zusammenarbeit. In diese Laudatio stimmte auch Bezirksjugendwart Ulrich Müller ein, der Philippi einen Geschenkkorb und für dessen Gattin ein Blumengebinde übergab.
Der nächste Bezirksjugendtag 2013 wurde an die Fußballschule Geisingen vergeben. Als Ausrichter der Bezirkspokal-Juniorenfinale 2013 stand der FV/DJK St. Georgen bereits seit dem letzten Bezirksjugendtag fest.
Bei der Staffeleinteilung der A- bis E-Junioren/innen gab es nur wenige Änderungswünsche und für die Teilnahme an den Spielnachmittagen der F-Junioren und am Bezirkspokal der A- bis D-Junioren weitere interessierte Vereine. Jung-Schiedsrichterobmann Sven Pacher, zuvor im Amt bestätigt, bat die Vereine im Interesse der Mehrarbeit der beiden Schiedsrichter-Einteiler künftig die Wünsche nach Spielverlegungen nur auf sehr dringende Fälle zu minimieren.



