Von Michael Bundesmann

Wie hatte es Wild-Wings-Trainer Stefan Mair noch vor dem Viertelfinale gegen Kaufbeuren betont: "Der Pokal-Wettbewerb ist sehr wichtig für uns. Ich habe den italienischen Pokal schon mit Pustertal und Cortina gewonnen und weiß, wie schön das ist." Im Halbfinale. Nach dem schmeichelhaften und zähen 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen musste Mair aber einsehen, "dass dieses Spiel, besonders unseren Ausländern, schwer vermittelbar war. Für sie zählt offenbar nur die Liga. Emotional gesehen war das, was wir gegen Kaufbeuren auf dem Eis gezeigt haben, zu flach. Wir haben insgesamt zu wenig Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt und nur das Nötigste gemacht. Kaufbeuren hat auch gut dagegen gehalten. Aber ich denke, dass unsere Mannschaft ab dem Halbfinale mehr Emotionen investieren wird". Auch für Manager Stefan Wagner war die Leistung des Teams "einfach zu wenig. Hauptsache ist aber, dass wir gewonnen haben und wir schnell dieses Spiel abhaken", dachte er auch schon wieder an das morgige Top-Spiel gegen Ravensburg. Frust in Kaufbeuren. Schwenningens Co-Trainer Andreas Renz sah die Sache aber zur später Stunde etwas anders: "Seht das mal alles nicht so negativ. Wir standen ja noch nie im Halbfinale, das ist doch etwas." Kaufbeurens Trainer Ken Latta saß derweil gefrustet im Mannschaftsbus: "In den letzten vier Jahren war es für uns nicht mehr so einfach wie heute, hier zu gewinnen."