
Von Michael Bundesmann
Hans-Jörg Dörr (46, TV Hatzenbühl) und Stefanie Doll (23, SZ Breitnau) sind die Sieger beim 44. Schwarzwald-Marathon rund um Bräunlingen. Knapp 500 Teilnehmer hatten bei kalten Temperaturen die historische Distanz in Angriff genommen – über 1200 waren es sogar beim Halbmarathon.Stellenweise nur drei Grad und nasses Herbstwetter – Organisationschef Klaus Banka zog gestern Nachmittag angesichts der doch immerhin rund 2600 Meldungen ein positives Fazit: "Unter diesen Bedingungen bin ich sehr zufrieden.Wir hatten auch keine Zwischenfälle auf der Strecke."
Den Sieg von Hans-Jörg Dörr (er gewann 2007 bereits den Schwarzwald-Marathon, war drei Mal Zweiter) hatte Klaus Banka sogar wie den von Stefanie Doll vorausgesagt. "Hans-Jörg Dörr ist einfach ein guter Typ", lachte der OK-Chef. Dabei hatte sich der Pfälzer nach seinem Zieleinlauf und den 51 Sekunden Vorsprung vor Felix Schenk (Thurgau) zunächst elend gefühlt. "Unterwegs kam es mir mal so vor, als wenn ich stehen würde. Dieser aufgeweichte Boden hat für schwere Beine gesorgt", so Hans-Jörg Dörr, der vor zehn Jahren neben seinem Hauptjob als Controller sportlich auf die Karte "Marathon" setzte. Immer wieder kommt er gerne auf die Baar: "Das ist angesichts dieser Top-Organisation schon eine Herzenssache für mich." Überglücklich war "Lokalmatador" Reiner Sprich (LG Baar) über seinen dritten Platz. "Ich habe die ganze Saison darauf hingearbeitet. Es lief für mich optimal", verblüffte der Eisenbacher mit einem sommerlich-lockeren Outfit, allerdings die Hände geschützt durch Handschuhe.
Für die eigentliche Skilangläuferin Stefanie Doll aus Kirchzarten war es der erste Marathon. "Ich habe mich immer gut gefühlt."
Der Apfel fällt in der Familie Doll nicht weit vom Stamm. Vater Charlie, in Bräunlingen begeistert dabei, zählt schließlich als Bergläufer und Ultralangstreckler seiner Altersklasse seit Jahren zur Weltspitze.