
Von Michael Bundesmann
ProB-Play-down, 2. Spiel: wiha Panthers Schwenningen – Alba Berlin Berlin II 68:87 (16:14, 19:20, 16:23, 17:30). Der Schlusspunkt hinter einer schwarzen Saison ist bei den Panthers gesetzt. Nach dem zweiten verlorenen Spiel gegen Alba Berlin II geht es zurück in die Regionalliga. Ein Neuaufbau wird notwendig.Es war so symptomatisch für diese Schwenninger Mannschaft, die in dieser Saison gar kein richtiges Team war und bei dem die eigenen Interessen der Spieler viel zu oft im Vordergrund standen: Nur wenige Minuten nach dem feststehenden Abstieg in die Regionalliga "flüchteten" Blake Young und Co. am Samstagabend auf Nimmerwiedersehen aus der Deutenberg-Halle. Markus Hallgrimson erkundigte sich zwar, ob die Mannschaft noch irgendwo zusammensitzen würde, doch auch er konnte sofort mit seinen Umzugstaschen im Auto zurück ins Rheinland düsen. Zurück blieben ratlose Panthers-Verantwortliche.
Viele Fragen müssen nun beantwortet werden. Werden die Sponsoren auch in der Regionalliga für gute Rahmenbedingungen sorgen? Bleibt Sova Taletovic Trainer? Nicht alle auf der Führungs-Ebene sind dafür. Wie wird die Mannschaft neu aufgebaut? Bis auf Christian Gundlach und dem lange pausierenden Aaron Henrichs, die beide auch beruflich mit Schwenningen verbunden sind, wollen die Panthers eigentlich niemanden mehr aus dem bisherigen Kader im kommenden Jahr sehen. Offen ist auch noch, inwieweit die beiden Gesellschafter Helmut Nitz und Jochen Ammann dabei bleiben werden. Geschäftsführer Frank Singer denkt nicht ans Aufhören.
Eigentlich war für die Schwenninger vorgestern alles vorbereitet, um ein drittes Spiel in Berlin zu erzwingen: 900 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung – bei Alba fehlten dazu noch die beiden Leistungsträger Lucca Staiger und Thomy Thorwardt. Doch die Panthers vergaben, wie so oft in dieser Saison, wieder eine Großchance.
Zwar zeigten sie in der ersten Halbzeit eine gute Leistung und führten beim Pausengang mit 35:34, doch im dritten Viertel nahm das Unheil seinen Lauf. Die eingespielte Alba-Mannschaft traf nun besser, hatte vor allem bei den Distanzwürfen (36:8 Prozent Erfolgsquote) klare Vorteile, während die Neckarstädter nun vor allem in der Offense erkennen ließen, dass sie zu wenige Systeme beherrschen. Bei 51:57 vor dem letzten Viertel war aber noch nichts verloren. Doch der Auftritt der Panthers im Schlussviertel hin zum klaren 68:87 war gegenüber den Fans dann eine bodenlose Frechheit. Punkte für die Panthers: Gundlach (6), Hallgrimson (4), Brooks (17), Fikiel (13), Goehrke (4), Young (20) und Schlafke (4).