
Von Gunter Wiedemannund Michael Bundesmann
2. Bundesliga, Damen: TV Villingen – VC Offenburg (Samstag, 19 Uhr, Hoptbühlhalle). Gegen den Tabellenachten wollen die Villingerinnen ihre Negativ-Serie von 14 Niederlagen endlich beenden. Coach Günter Hones hat ein gutes Gefühl.
Er spricht wiederum von einer gelungenen Arbeitswoche. "Ich wünsche es den Spielerinnen so sehr, dass sie für ihr Engagement und ihre weiterin gute Moral endlich mit einem Sieg belohnt werden. Für das Spiel gegen Offenburg habe ich wirklich ein gutes Gefühl. Leistungsmäßig ist der Gegner nicht so weit von uns weg." Hones weiß aber auch: "Wir müssen in der Annahme noch stabiler werden, um mehr Optionen im Angriff zu haben. Ohne diese Variante sind wir noch zu harmlos." Auch hofft Hones, dass die Fans "wie gegen Lohhof und Grimma wieder hinter dem Team stehen, es auch in schwierigen Spielphasen gut unterstützen". Auf die Tabelle will der Villinger Coach derzeit gar nicht schauen: "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Ein realistisches Nahziel kann sein, Nürnberg zu überholen." Gegen den südbadischen Rivalen steht heute ein großes Fragezeichen hinter Lara Schreiber (grippaler Infekt). Wer diagonal angreift, darüber wollen das Trainerteam (Robert Senk wird Hones heute assistieren) kurzfristig entscheiden.
Die Offenburgerinnen können die restlichen Spiele – sollte es bei zwei Absteigern bleiben – eigentlich locker angehen. Sie haben bereits zwölf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. "Eigentlich kann da nichts mehr anbrennen. Wir schauen auch nach oben, wollen noch den sechsten Platz erreichen. Dafür ist ein Sieg in Villingen eingeplant", betont VC-Trainerin Tanja Scheuer. Allerdings wird die 36-Jährige den TV nicht unterschätzen. "Villingen hat ja einen neuen Trainer. Das ist immer eine gefährliche Situation für den Gegner", erwartet sie von ihren Schützlingen eine engagierte und konzentrierte Leistung. Allerdings haben die Offenburgerinnen erst zwei Auswärtssiege eingefahren. "Dies liegt auch daran, dass Anja Schröder selten die Fahrt in fremde Hallen mitmachen kann", so Scheuer. Übrigens – zur Rückrunde wechselte Universalspielerin Sophie Schellenberger aus beruflichen Gründen vom Ligakontrahenten Grimma nach Offenburg. "Sie ist eine echte Verstärkung – menschlich und sportlich", freut sich Scheuer auf das heutige Debüt der mehrfachen deutschen Jugendmeisterin.