Von Bernd Müller Es war Samstagmorgen um 9 Uhr, als Meinrad Beha an der Laufstrecke am Ackerloch nach dem Rechten sah. Es hatte nicht mehr so viel geschneit wie vom Wetterdienst vorhergesagt, aber etwa 50 Zentimeter dieser weißen Pracht lagen weit ausgebreitet vor ihm.Natürlich war es nicht möglich, den Schnee auf der gesamten Wettkampfstrecke aus der Laufbahn zu räumen. Mit dem entsprechenden Gerät wurde er auf etwa 10 bis 20 cm zusammengedrückt, der Start – und der Zielbereich mit Muskelkraft schneefrei geräumt.

Meinrad Beha und seinem Organisationsteam gebührt aller Respekt. Sie schufen für die Läuferinnen und Läufer Voraussetzungen, die spannenden und hochkarätigen Laufsport ermöglichten.

Auf der Mittelstrecke mit ihren knapp 2250 Metern suchte Moritz Schmitt vom TV Villingen vom Start weg mit einem forschen Tempo seine Chance. Eine Taktik mit hohem Risikofaktor. Es war ganz schwierig, auf dieser Strecke den eigenen Laufrhythmus zu finden. Die Füße fanden keinen Abdruckpunkt und der lose Untergrund forderte den Körper dahingehend, dass er ständig damit beschäftigt, war Unebenheiten auszugleichen. Hier galt es Ruhe bewahren und sich in Geduld üben.

Johannes Schmitt zeigt die nötige Geduld

Die nötige Geduld brachte dabei Johannes Schmitt (TV Villingen (9:55 Minuten) auf. Am Zielhang hastete er an seinem Vereinskameraden Moritz Schmitt (9:59 Minuten) vorbei. Damit war Johannes Schmitt Schnellste auf der Mittelstrecke und gewann vor Moritz Schmitt den Lauf der männlichen U 20. Bei den Frauen war es Annabell Steiner von den TSF Tuttlingen (11:53 Minuten), die als erste im Ziel eintraf. Den Lauf der U 18 gewann mit einem engagierten Vorstellung Maja Mager vom TSV Rottweil (13:40 Minuten).

Nach 12:03 Minuten überquerte Luisa Schwarzer von der TSG Balingen bei den Frauen siegreich die Ziellinie. Eine enge Kiste wurde das Finale in der männlichen U 8. Mit einem tollen, aber kräftezehrenden Schlussspurt sicherte sich hierbei Sven Vischer von der SG Schramberg (10:50 Minuten) vor Marc Schmidt von den TSF Tuttlingen (10:53) und Thomas Janker von der SG Schramberg (10:54) den Tagessieg. Bei den Männern raste Thomas Roser von den TSF Tuttlingen (11:38 Minuten) vor Marc Stamm von der TG Tuningen (12:00) auf Platz zwei.

Der Langstreckenlauf wurde wegen der Schwere des Rundkurses um eine Runde auf knapp 6500 Meter gekürzt. Dabei kam es zu einem interessanten Aufeinandertreffen. Damian Kallabis, Europameister im 3000-Meter-Hindernis 1998 in Budapest, traf auf den amtierenden Deutschen Meister über 3000-Meter-Hindernis, Benedikt Karus (LG Badenova Nordschwanzwald). Um es kurz zu machen, Benedikt Karus rannte nicht aus der Spur und sicherte sich locker den Tagessieg (26:22 Minuten).

Den Sieg in der Altersklasse M 40 sicherte sich Damian Kallabis von der LG Badenova Nordschwarzwald (28:46 Minuten) vor Peter Kapitza von der SG Schramberg (30:35). Zweitschnellster auf der schneebedeckten Strecke war Tobias Giering (27:33) von der LG Badenova Nordschwarzwald. Giering holte sich damit auch vor Thomas Göpfert (28:59) vom FC Alemannia Unterkirnach den Tagessieg in der M 30. Aus einem spannenden Zweikampf heraus konnte sich in der M 45 Dieter Föhrenbacher vom FC Alemannia Unterkirnach (31:44) knapp gegen Klaus Neipp von der TG Trossingen (31:48) durchsetzen.

Schnellste aller Frauenklassen war die U 18-Läuferin Lena Hindelang vom FC Alemannia Unterkirnach (37:42). In der Frauenklasse war es Stefanie Buck vom SV Herrenzimmern (40:56), die den richtigen Weg zum Erfolg fand.

Aus einem tollen Lauf heraus setzte sich in der W 50 Heidi Rissler von der TG Trossingen (40:36) gegen Dolores Gäckle vom TV Oberndorf (41:18) durch.

Und in der W 40 behauptete sich Heike Dilger vom LT Furtwangen knapp vor Heike Benz von der TG Schwenningen (41:50).