Schramberg Waldbrand am Rappenfelsen löst Großeinsatz aus

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Kompliziert und anstrengend: Waldbrandbekämpfung am Steilhang im Schiltachtal. Foto: Fritsche

Schramberg - Am Dienstagabend hat der Wald am steilen Hang beim Bienen-Herzog im Schiltachtal gebrannt. Bäume und Buschwerk standen in Flammen. Aus weiter Entfernung war eine dicke Rauchwolke zu sehen. 91 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Schramberger Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen samt Drehleiter und 25 Einsatzkräften zum ersten Löschangriff "Am Rappenfelsen" zwischen Schiltach und Schramberg ausgerückt. An der felsigen Böschung schlugen an mehreren Stellen helle Flammen aus dem Boden, ein großer Nadelbaum brannte intensiv.

Der Einsatz gestaltete sich schwierig und anstrengend, einige mutige junge Feuerwehrmänner kämpften sich im unwegsamen Gelände wie die Bergsteiger mit dem C-Rohr im Schlepptau an die Brandnester heran. Hauptsächlich wurde das Feuer jedoch von der Bundesstraße aus mit Strahlrohren eingedämmt. Dabei erwies sich die Talstädter Drehleiter als unbedingt nützlich, da sie von oben höher liegende Brandherde erreichen konnte.

Einsatz gestaltet sich schwierig und anstrengend

Der Löschangriff konnte allerdings auf Grund der begrenzten Reichweite aus eigener Kraft nicht mit absoluter Sicherheit beendet werden. Abteilungskommandantin Annette Melvin hatte zusätzliche Helfer der Sulgener Abteilung angefordert, die zur Beobachtung im oberen Tierstein standen.

Und auch die Arbeitshebebühne mit weiteren Begleitfahrzeugen der Feuerwehr Rottweil wurde mit 16 Mann Besatzung zur Unterstützung herbei gerufen. Auch das Rote Kreuz war mit mehreren Rettern vertreten, die im Ernstfall unfallgefährdete Feuerwehrmänner versorgen sollten.

Nach Auskunft des stellvertretenden Kreisbrandmeisters und Rottweiler Stadtbrandmeisters Frank Müller ist die Hebebühne dank starker Pumpenleistung aus dem Begleitfahrzeug mit ihrem Wasserwerfer besonders effektiv. Löschwasser konnte zum Glück ausreichend aus der direkt am Brandherd vorbei fließenden Schiltach gefördert werden.

Zuletzt flog noch der Rottweiler Polizeihubschrauber "Bussard" mit Wärmebildkamera über das Einsatzgebiet im Schiltachtal, um letzte Glutnester am Steilhang aufzuspüren.

Polizeihubschrauber sucht nach Glutnestern

Über die Ursache des Waldbrandes gab es für die Polizei noch keinerlei Erkenntnisse. Offensichtlich wurde das Feuer jedoch direkt am Fuß des Böschungshanges neben der Bundesstraße 462 ausgelöst. Selbst eine achtlos aus dem Auto geworfene Zigarettenkippe hätte auf dem knochentrockenen Untergrund leichtes Spiel gehabt, den Hang zu entzünden. Doch das bleibt vorerst Spekulation, ist aber vom Anschein her nicht ganz auszuschließen. Betroffen vom Feuer war der bewaldete Felshang auf einer Breite von etwa 20 Metern und 50 Metern in der Länge nach oben.

Gegen 19.45 Uhr hatten die beiden Feuerwehren aus Schramberg und Rottweil das Geschehen sicher im Griff und konnten sich der Nachsorge widmen, um ein erneutes Aufflackern zu verhindern. Die Bundesstraße 462 war während des Feuerwehr-Einsatz zwischen Ortsausgang Schramberg und Steinbruch Uhl für mehrere Stunden gesperrt.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Edgar Reutter

Fax: 07422 9493-18
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