Schramberg "Schwarzwaldmühle" als Krippe zu sehen

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Einblick in den reichen Fundus der Krippen und Kunstschätze des Schramberger Stadtmuseums geben derzeit zwei Ausstellungen. Fotos: Stadtmuseum Foto: Schwarzwälder-Bote

Über eine stattliche Sammlung bedeutender Zeugnisse des Krippenbaus, von historisch bis modern, verfügt das Stadtmuseum Schramberg mittlerweile.

Schramberg (mm). Seit dem ersten Adventswochenende (wir berichteten) kann diese in der Ausstellung "Die Krippensammlung des Stadtmuseums Schramberg" wieder im Schloss bewundert werden. Neben dem Kernbestand aus großen Bühnenkrippen von Karl Marte, Max und Ulrich Scheller sowie Luise und Eugen Mey, ist in diesem Jahr auch die Krippe "Schwarzwaldmühle" aufgebaut: Zur Bühnenkrippe von 1940 gehören Figuren des Münchner Holzbildhauers Otto Zehentbauer. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben der Krippenbauer und Krippenfreunde aus Offenburg.

Mit der Offenburger Krippentradition sind die Schramberger Krippenfreunde seit über 80 Jahren durch den Offenburger Krippenförderer Karl-Otto Schimpf verbunden, der auf die Entwicklung des Krippenbaus an beiden Orten großen Einfluss nahm.

Neu ist diesmal auch eine Krippenpräsentation auf einem Großbildschirm, konzipiert von Ferdinand Moosmann und Walter Hartmann. Bürgerschaftlich engagiert haben sich wieder die Damen Hartmann, Marte und Moosmann bei der von Raphaela Schneider geleiteten Krippenbauaktion im Stadtmuseum. Die Ergebnisse dieser museumspädagogischen Aktion können bis kurz vor Weihnachten im Stadtmuseum bewundert werden.

Rottweiler hellhörig

Die Tatsache, dass in Schramberg hervorragende Krippen zu finden sind, habe sich mittlerweile auch bis Rottweil herumgesprochen, meinte Oberbürgermeister Thomas Herzog, der die Ausstellung eröffnete. Für die Weihnachtszeit im kommenden Jahr 2017 seien von Rottweil sowohl die seltenen handgemalten Papierkrippenfigurenaus dem Bestand des Stadtmuseums als auch die Kastenkrippe von Hermann Fehrenbacher mit den kostbaren Neapolitanerfiguren als Leihgabe angefragt. Auch Krippen der Familie Scheller sollen bei dem in Planung befindlichen großen Ausstellungsprojekt des Landkreises Rottweil zur religiösen Volkskunst dabei sein.

Herzog dankte den Mitwirkenden für ihr bürgerschaftliches Engagement in der Stadt ins Sachen Krippe. Er sei "sehr glücklich und dankbar dafür". Auch den Mitarbeitern des Stadtmuseums Gisela Lixfeld, Raphaela Schneider, Ute Herzog, Cezar Bucureasa und Praktikantin Alessa Mekelburg bedankte er für ihre engagierte Arbeit, ebenso bei Barabara Olowinsky, die tagelang ehrenamtlich Weihnachtsbrödle für die Ausstellungseröffnung gebacken und so die Eröffnungsfeier versüßt hatte.

Ausgewählte Schätze

Gleichzeitig zur Ausstellung "Die Krippensammlung des Stadtmuseums Schramberg" wurde auch die Dokumentation "Einblicke – Ausblicke" eröffnet. Dabei werden ausgewählte Museumsschätze, in denen sich die Stadtgeschichte spiegelt, ins Rampenlicht gerückt. Die Ausstellungsstücke berichten über wechselnde Zeiten, Moden, Feste, Ereignisse und Menschen.  Bestaunt werden können die Ausstellungen bis zum 12. Februar 2017 von Dienstag bis Samstag, 13 bis 17 Uhr, und Sonn- und Feiertag, 11 bis 17 Uhr, im Stadtmuseum im Schloss in Schramberg. Montags, Heiligabend und Silvester hat das Museum geschlossen; der Eintritt ist frei. Kostenlose Führungen können vereinbart werden unter Telefon 07422/29268 oder 29266 oder per Mail an museum@schramberg.de

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