Schramberg Ortstafeln ohne Schnickschnack
Schwarzwälder-Bote, 09.07.2012 20:04 Uhr
Ortschaftsrat Jürgen Kaupp hat neue Ortseingangstafeln her- und aufgestellt. Jetzt fehlt noch ein Motiv für die Standard-Begrüßungstafel. Foto: HerzogFoto: Schwarzwälder-Bote
Schramberg-Waldmössingen (lh). Das Kirchenfest machte es möglich. Seit Kurzem zieren neue Veranstaltungshinweistafeln die Ortseingänge von Waldmössingen. Jetzt fehlt lediglich noch ein Motiv für die Standard-Begrüßungstafel, das möglichst wenig "Schnickschnack" haben soll.
Wie Ortsvorsteherin Claudia Schmid in der Sitzung des Ortschaftsrats sagte, habe die Kirchengemeinde St. Valentin im Zusammenhang mit dem 750-jährigen Bestehen einen Antrag an die Ortsverwaltung gestellt, über eine Neugestaltung der Hinweistafeln nachzudenken. Die alten Tafeln seien in die Jahre gekommen und das Thema sei immer wieder mal in Sitzungen beraten worden. Allerdings sei man bislang zu keiner geeigneten Lösung gekommen, die für die Vereine hinsichtlich der Kosten akzeptabel gewesen wäre. Deshalb hätten sich die Vereine selber beholfen.
Da sie größere Kosten scheuten, stecke kein richtiges System dahinter, so Schmid. Weil aber die Zeit für die Bewerbung des Kirchenfests drängte, sei die Firma Jürgen Kaupp dankenswerter Weise als Sponsor aufgetreten und habe Tafeln aus Holz angefertigt. Jeder Verein könne jetzt ein Werbeplakat für seine Veranstaltung hinter die Glasscheibe spannen. Sofern es aktuell keine größere Veranstaltung im Ort gebe, sollte ein neutrales Schild in der Begrüßungstafel stehen, erklärte die Ortsvorsteherin.
Gemeinde- und Ortschaftsrat Thomas Notheis schlug vor, im unteren Bereich das Römerkastell, darüber die Kirche und im oberen Teil die beiden Wappen von Schramberg und Waldmössingen darzustellen. Ratskollege Erich Fus dachte an die Autofahrer, die nicht durch zu viel Schnickschnack abgelenkt werden sollten. "Klare Konturen, die schnell erkannt werden können. Möglich wäre auch, das Rathaus abzubilden, dann wird’s allerdings zu viel. Das System von Jürgen Kaupp ist super", lobte Fus den Sponsor. Während auf der Vorderseite "Willkommen in Waldmössingen" stehen soll, schlug Rat Adrian Schmid für die Rückseite "Komm au wieder" vor, um sich von anderen Gemeinden etwas abzuheben.
Es müsse, so Notheis, sich jemand um die Schilder kümmern, da diese sonst mit Werbung zugepflastert würden. Schmid versicherte, der Bauhof werde die Glasplatten einlagern. Einstimmig beschloss das Ratsgremium, von Designerin Sandra Bantle einen fotoähnlichen, farbigen Entwurf mit den Vorschlägen des Ortschaftsrats sowie einen Kostenvoranschlag ausarbeiten zu lassen, um dann erneut darüber zu beraten.


