Schramberg Neue Räume machen weiten Weg wett

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Die Musikräume werden technisch modernisiert. Foto: Kiolbassa Foto: Schwarzwälder-Bote

"Musikunterricht ist grad so anstrengend", klagt ein Fünftklässer seinem Vater. Jedoch wurde nicht, wie man vermuten mag, der Lehrplan am Gymnasium etwas angezogen, sondern der Weg zu den Musikräumen weiter, nämlich um genau 88 Treppenstufen.

Schramberg. Im fünften Stock liegen die provisorisch eingerichteten Klassenzimmer, in die der Unterricht aufgrund der Komplettsanierung der beiden Musiksäle I und II verlegt wurde. Im Vordergrund stehe dabei vor allem die technische Modernisierung in den Bereichen Akustik, Belüftung und Beleuchtung, erklärt Musiklehrer Johannes Romer. Vor allem auf die Dämmung der Akustik durch eine entsprechende Anpassung der Wände und Decken habe man bei der Planung Wert gelegt. Da die Musikräume seit Inbetriebnahme des Gymnasiums noch nie saniert wurden, waren sie noch immer mit den "alten Fenstern" ausgestattet. Diese konnten nicht richtig geöffnet werden, weshalb Stoßlüften in den kurzen Pausen nicht reichte, um die Zimmer mit genügend Frischluft zu versorgen.

"Zudem wird in den neuen Musikräumen eine wesentlich bessere Beleuchtung installiert", erklärte Romer. Nach Angaben der Musiklehrer stelle der Umzug in den fünften Stock, auch für die beiden Leistungskurse, kein Problem dar, ließe es sich in den Räumen trotz der provisorischen Einrichtung mit E-Pianos doch gut unterrichten. "Vermutlich ist jedes Zimmer besser zum Vorspielen geeignet als die überakustischen Musikräume", schmunzelt Romer.

Und zur Not gebe es ja immer noch die Aula, zu deren Ausstattung ein Flügel gehöre. Der vordere Teil des Raumes werde auch weiterhin diesem Zweck gerecht werden, im hinteren Teil soll auf längerfristige Sicht ein Ton-Studio entstehen, freut sich Romer. Für den neu angelegten größeren Vorbereitungsraum der Fachschaft Musik wird etwa ein Drittel der bisherigen Aula-Garderobe umgebaut.

Schließfächer jetzt auf dem Flur

Die Schließfächer, die diesen Platz bisher beansprucht hatten, wurden auf die Schulflure umgesiedelt und die Garderobe etwas verkleinert. Dies sei bereits bei den Umbauten zum neuen Brandschutzkonzept im Jahr 2013 so vorbereitet worden.

Da die Bauarbeiten bereits weit voran geschritten sind, hofft Romer schon bald wieder mit seiner Big Band in den frisch sanierten Räumen üben zu können – dann ohne Ohrenstöpsel.

"Wir sind schon ziemlich dankbar, dass die Raumbedingungen in der Musik verbessert und optimal gestaltet werden können", brachte Schuldirektor Bernhard Dennig seine Freude zum Ausdruck.

Zur Komplettsanierung gehöre auch die Erneuerung des alten Mobiliars. Dann würden auch dort die Tafeln durch sogenannte elektronische Whiteboards ersetzt. In anderen Fachschaften, wie Chemie, NWT und Spanisch, hätten die Lehrer damit bereits gute Erfahrungen gemacht.

Doch nicht nur die Musiksäle, auch das undichte Dach der Gymnasiums-Sporthalle wird saniert.

Nachdem bereits seit einiger Zeit immer wieder Eimer, die zur Verhinderung von Pfützen aufgestellt wurden, den Sportunterricht mal mehr mal weniger beeinträchtigten, kam dieses Provisorium im vergangenen, niederschlagsreichen Frühjahr an seine Grenzen.

Nun wurde das Hallendach komplettsaniert.

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