Schramberg Berneckstrand per Bürgerbeteiligung

Martin Göker , 23.04.2012 04:46 Uhr

Schramberg - Die traurigen Überreste des Freibads, die die Gebäude dort und das Schlachthauswehr werden abgerissen, die Schiltach wird verlegt und der angrenzende Freiraum neu gestaltet.

Dies beschloss der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Ebenso genehmigte das Gremium die für die Stadt notwendigen außerplanmäßigen Mittel zur Verlegung der Schiltach. in Höhe von 300 000 Euro. Die gesamte Maßnahme kostet 540 000 Euro, wobei die Stadtwerke beim Abbruch des Freibads sich mit 240 000 Euro beteiligen. Ein Zuschuss in Hohe von 225 000 Euro sei zu erwarten. Wie Umwelt- und Technik-Fachbereichsleiter Andreas Krause erläuterte, wollen die Stadt und der Eigenbetrieb Stadtwerke Schramberg das stillgelegte Freibad gemeinsam beseitigen und das Gelände "einer anderen Nutzung zuführen". Beim Landratsamt Rottweil laufe derzeit das Wasserrechtsverfahren.

Vom Landratsamt sei die Stadt auf die Fördermöglichkeit für die Verlegung der Schiltach aus Mitteln der Glückspirale aufmerksam gemacht worden. Das Projekt sei vom Landratsamt befürwortet und zur Förderung vorgeschlagen worden.

Die Förderzusage erfolge vermutlich im Mai oder Juni diesen Jahres. Vor der Bewilligung dürfe mit den Bauarbeiten nicht begonnen werden. Mit Blick auf die Neugestaltung des gewünschten Freizeitgeländes existiere bis jetzt eine Roh-Planung, so Andreas Krause weiter. Für die weitere Planung des Areals stellte er eine Bürgerbeteiligung in Aussicht.

Ratsmitglied Martin Himmelheber fand es, wie er sagte, toll, dass das Projekt Freibad-Abriss schneller als ursprünglich gehofft umgesetzt werde. Bis wann man denn am Berneckstrand baden könne, wollte er außerdem wissen. Solange dort die Straßenbauarbeiten im Gange sind, hätten die Bürger dazu noch wenig Lust, meinte Oberbürgermeister Thomas Herzog. Sie hätten derzeit andere Sorgen.

Der OB verwies in diesem Zusammenhang auf den nächsten Haushaltsplan. Am Berneckstrand baden könne man allerdings schon vorher, "wenn man vom Schlossberg herkommt und sich durch die Büsche schlägt".

 
 
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