Schramberg Kauder unterstützt Aktionsbündnis gegen Umweltzone
Schwarzwälder-Bote, 01.08.2012 19:02 Uhr
Mit Interesse ließ sich Volker Kauder von Carsten Kohlmann Archiv-Schätze von politischer Bedeutung zeigen. Foto: CDUFoto: Schwarzwälder-Bote
Schramberg. Die politische Botschaft des Tages war gleich mehrfach zu hören bei der Sommertour des Bundestagsabgeordneten Volker Kauder in Schramberg: "Die Umweltzone ganz konkret für Schramberg bringt rein gar nichts, nichts den Menschen und nichts der Umwelt."
Deshalb unterstützt der CDU-Politiker das parteienübergreifende Bündnis gegen die Umweltzone und betont gleichzeitig, dass die Talstadtumfahrung beim nächsten Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf kommen müsse. Sein Einsatz dafür steht.
Und er bekräftigte seine Unterstützung des Bündnisses beim Treffen mit dessen anwesenden Vertretern, Sprecher Mike Kohler und Clemens Maurer und Mirko Wittkowski von CDU und SPD an der Hans-Sachs-Kurve. Direkt vor dem unübersehbaren Plakat, das auf die in Schramberg so sehr ersehnte Umfahrung unübersehbar hinweist.
Sowohl die durch die Umweltzone notwendig werdenden enormen Umfahrungswege als auch die Tatsache, dass angesichts der zahlreich durchgeführten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen auf der Strecke zwischen der A 5 und der A 81 der Lückenschluss unbedingt gemacht werden müsse, sprechen für die Devise des Aktionsbündnisses. Der Unionsfraktionschef klipp und klar: "Symbolpolitik bringt gar nichts."
Was Volker Kauder beim Vor-Ort-Termin im Einvernehmen mit allen Beteiligten sagte, wiederholte er im Stadtarchiv. Klare Worte – und von Stadtarchivar Carsten Kohlmann die Feststellung, dies sei nun die erste politische Stellungnahme gewesen, die er "live" von dem Unionsfraktionsvorsitzenden gehört habe. Wobei bei den eindrucksvollen Erläuterungen des Archivars in den vor gut einem Jahr bezogenen Räumlichkeiten ("Wir in Schramberg haben das modernste Archiv im gesamten Kreis Rottweil") und beim Rundgang durchaus etliche politische Bezüge vorkamen. Nicht zuletzt, als es um Josef Andre ging, den bedeutendsten Politiker, den Schramberg hervorgebracht hat und der als damaliger Reichstagsabgeordneter einer der frühen Vorgänger von Volker Kauder war. Clemens Maurer nahm den Ball auf und brachte die Idee eines Josef-Andre-Forums, das sich sozialpolitischer Themen annehmen soll, ins Gespräch. Was Carsten Kohlmann gerne aufgriff und auch von Volker Kauder als ein sehr guter Vorschlag bezeichnet wurde. Er regte an, in dem Zusammenhang eine Dokumentation über Josef Andre zu erstellen: aus der Reaktion des Stadtarchivars war auch hier Zustimmung zu ersehen.
Lobend äußerte sich Kauder über das von Clemens Maurer zusammengestellte Programm des Sommertags in Schramberg. Im Gespräch mit den Geschäftsführern Stefan und Guido Hettich bei Heco Schrauben äußerte er sich anerkennend über die Leistung des Unternehmens.
Mit dem Kontrast- oder auch Ergänzungsprogramm, dem Besuch im Spittel-Seniorenzentrum ging der Schramberg-Teil der Volker-Kauder-Sommertour zu Ende.
Mit zahlreichen Eindrücken und der Zusicherung, dass der Unions-Fraktionsvorsitzende hinter den Forderungen des Aktionsbündnisses gegen eine Umweltzone in Schramberg und die Forcierung des Baus der Talumfahrung stehe.


