Schramberg Katze von Geschossen getroffen

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Die sechsjährige Katzendame Kira wurde von zwei Diabolo-Geschossen getroffen. Sie überlebte, weil der Schütze das Herz verfehlte. Möglicherweise muss "Kira" operiert werden Foto: Zeger

Schramberg-Tennenbronn - Katzen haben bekanntlich sieben Leben. Gottseidank, sonst würde Kira heute nicht mehr durch die Sägestraße in Tennenbronn tigern können Sie wurde ganz in der Nähe ihres Zuhause zweimal mit dem Luftgewehr getroffen.

Im Brustkorb und im Lendenwirbelbereich hat Tierarzt Wolfgang Suedes aus Königsfeld bei Kira Luftgewehr-Geschosse entdeckt. Die Schussverletzungen stammen von sogenannten Diabolos. Sie sind die gängigsten Kaliber für Luftgewehre bis zu einer Mündungsenergie von 7,5 Joule. Das sind die Waffen, die jeder Erwachsene ohne Waffenschein frei erwerben kann.

"Die Polizisten im Schramberger Revier haben gleich gesagt, dass man fast keine Chance hat, den Täter zu erwischen", erzählt Ingrid Broghammer, die Besitzerin von Kira. Deshalb hat sie auf eine Anzeige verzichtet – obwohl ist es ihr und ihrer Familie nicht wohl ist bei dem Gedanken, dass irgendwo in der Nachbarschaft jemand auf Katzen schießt.

Gegen halb sechs startete Kira, eine sechsjährige Katzendame, am vergangenen Montag auf ihre Tour ins Freie – so wie jeden Morgen. Eine halbe Stunde später kehrte sie zurück, legte sich auf ihren Platz und zunächst schien alles normal zu sein, sagt Ingrid Broghammer.

Erst als das zutrauliche Samtpfötchen gegen Mittag immer noch nicht auf den Beinen war, machte sie sich Sorgen. Irgendetwas schien mit ihr nicht zu stimmen, "sie hatte sichtlich Schmerzen". Die besorgte Besitzerin packte die Kätzin ins Auto und ließ sie röntgen. Und tatsächlich: "Die Geschosse waren gleich zu erkennen." Der Treffer im Lendenwirbelbereich schien schon ein paar Tage alt zu sein, der andere Treffer war ganz frisch. Da habe wohl jemand aufs Herz gezielt, aber nicht richtig getroffen, stellte der Tierarzt fest.

Größere Operation notwendig

Um die Geschosse zu entfernen, wäre eine größere Operation notwendig. Deshalb hat sich der Arzt dazu entschlossen, erst einmal abzuwarten, und Kira zu beobachten.

Der Vorfall schockiert nicht nur Familie Broghammer. Auch andere Anwohner der ehemaligen Schneider-Siedlung, darunter auch viele Katzenbesitzer, sind von dieser Tierquälerei entsetzt.

Kira scheint aber weiterhin auf ihre sieben Leben zu vertrauen, sie genießt ihre Freigänge seit kurzem wieder – auch wenn sie noch mit Medikamenten behandelt werden muss.

  
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