
|
|
Bild 1 von 12 |
|
Aichhalden. "Saublitz – Hall": Ein Dorf steht Kopf und ist drei Tage komplett aus dem Häuschen.Die Narrenzunft Aichhalden war am gestrigen Sonntag zum Geburtstag ein würdiger Gastgeber schwäbisch-alemannischen Fasnetstreibens und nun auch noch für einige sonnige Stunden der Nabel der Narrenwelt.Mit einem knapp dreistündigen und farbenprächtigen Jubiläumsumzug durch das mit Narrenwäsche bunt geschmückte Dorf setzte die Hexenzunft von "Saublitz-Hall" einen krönenden Schlussakkord ihrer Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen.
Beim dritten Umzug innerhalb nur drei Tagen säumten nochmals unzählige Besucher bei abermals frostigen Temperaturen, jedoch herrlichem Sonnenschein, die Umzugsstrecke. Hexen, Teufel, Geister und sonstige gruselige Gesellen trieben wie gewohnt ihre Späßchen und ihren Schabernack mit dem kleinen und großen Publikum, das gerne in den Rhythmen der verschiedensten Musikformationen schwelgte und kräftig mitsang.
Freigiebig zeigten sich vor allem Hansel, Schantle und weitere seltene Narrenfiguren wie zum Beispiel die freundlichen Kirchenmäuse aus Bisingen oder die niedlichen Schnecken aus Bettenhausen. Umzugssprecher und Zunftmeister Bernhard Blaffert begrüßte von der Festbühne aus nicht nur die 37 vorbeiziehenden Zünfte mit rund 4500 Hästrägern mit deren, zum Teil urigen und für viele Einheimische unbekannten Narrenrufen, sondern auch zahlreiche politische Prominenz aus dem Kreis-, Land- und Bundestag.
Mit wenigen Ausnahmen schlängelte sich der närrische Lindwurm zügig durch die Straßen. Und wenn sich eine Lücke auftat, forderte Blaffert, der immer wieder sein Staunen über das fantastisch anzusehende farbenfrohe Spektakel ausdrückte, die Umzugsteilnehmer zu einer schnelleren Gangart auf.
Anschließend herrschtenoch einmal munteres Treiben in den nochmals prall gefüllten Lokalitäten im Narrendorf von "Saublitzhalden".