Schramberg - Irgendetwas war nicht ganz koscher - aus diesem Grund begab sich ein Einwohner einer Kreisgemeinde bei Schramberg am Donnerstag zur Polizei. Er war in Sorge, dass Unbekannte Personen seine Wohnung ausspioniert hatten und befürchtete nun einen Einbruch.

Was war geschehen? Im Amtsblatt der Gemeinde befand sich ein Inserat, über das nach Ölgemälden, Porzellan, Geschirr und alten Nähmaschinen gefragt wurde. Das Gemeindemitglied rief die im Inserat benannte Handy-Nummer an und avisierte den Verkauf einer alten Nähmaschine.

Tatsächlich tauchten wenige Tage später zwei Männer aus dem Raum Mannheim vor Ort auf, besahen sich die Nähmaschine und boten für diese mehrere hundert Euro. Der Preis lag deutlich über dem tatsächlichen Wert des Gerätes und der Eigentümer stimmte dem Verkauf auch sofort zu.

Bevor jedoch Geld und Nähmaschine den jeweiligen Besitzer wechselten, fragten die beiden Unbekannten noch nach altem Schmuck. Ein Schmuckkästchen mit einigen alten Preziosen wurde hervorgeholt. Ganz gezielt entnahmen die Männer daraus eine Goldkette, prüften sie intensiv, boten dafür etwas weniger als zuvor für die Nähmaschine - und schon wechselte die Kette den Besitzer.
Die Goldkette wurde mitgenommen, die Nähmaschine blieb stehen - und wird angeblich in Kürze abgeholt. Dann waren die namentlich unbekannten Männer wieder weg.

Für die Polizei ist es eindeutig, wer hier das Schnäppchen gemacht hat. Und wetten - die Nähemaschine bleibt, wo sie ist. Die Unbekannten waren offensichtlich nur auf Schmuck aus und alles andere war nur ein Vorwand, um ins Geschäft zu kommen.

Die Polizei warnt: Wer Wertgegenstände auf die Schnelle an der Haustür verkauft, ohne sie zuvor seriös begutachten zu lassen, muss damit rechnen, übel über den Tisch gezogen zu werden.