Schramberg Fasnetsmontagsumzug in der Talstadt

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Fanetsmontagumzug in Schramberg. Foto: Stephan Wegner

Schramberg - Angeführt vom obligatorischen Feuerwehrfahrzeug und den Tennenbronner Alcaputtis hatten die Elferfrauen, zu Fuß und mit dem Bähnle, sowie die Obernarren, die samt Baumstamm unter den EU-Rettungsschirm geschlüpft waren, ihren Auftritt.

Gefolgt von den Rosswäldern mit ihrem Schwarzwald-Gigaliner und den Scheenebronnerle, die mit ihrem Motivwagen direkt aus dem Weltall zu kommen schienen. Begleitet vom Musikverein »Concordia« war die Katzenzunft Hardt mit ihrer Tanzgarde, ihrem Katzenrat und den Kleidlesträgern präsent.

Einen Ausblick in das Jahr 2050 wagte die Sulgener Hof-AG. »Senioren rein, Senioren raus«, hieß es da, und ein Schild wies den »Weg in die Altersarmut«. Im imaginären Arbeitsamt der Hof-AG bekamen die Arbeitssuchenden denn auch den sprichwörtlichen Schuh in den verlängerten Rücken. Zur Verfügung stand außerdem ein Ein-Euro-Job als Rikscha-Kuli.

Den weißen Schwan und die Fischerin vom Bodensee hatte sich der RV »Edelweiß« Sulgen als Fasnetsmotiv für den Wagen ausgesucht. Wieder mit von der Partie waren natürlich die Schnupfelfinger Schnogadatscher, und »ein Superkarre« zog »dem Krattemacher seine Obernarre«.

Nach den Waldmössinger »Kastellrömern« und der Narrenzunft Lauterbach präsentierte die Hinteraichhalder Buaraclique einen drehbaren Pappmaschee-VW-Bulli auf dem Motivwagen. »Don’t worry, be hippie«, lautete das musikalische Motto. Apropos »don’t worry«: Beim Busbahnhof hatte das Fahrzeug der Hinteraichhalder ein Hydraulikproblem. Flüssigkeit lief aus, und die Feuerwehr musste ran.

Gäste beim Schrambeerger Umzug waren auch in diesem Jahr wieder die Nichthuldiger und Kirchenmäuse aus Bisingen. Mit lebensgroßen Gorillas, Schimpansen, wandelnden Bananen und einem großen Affenkäfig einschließlich Kletterbaum hatten die Hardter Wagenbauer ihren »Affenberg« ausstaffiert, während sich die Hardter Athleten als Red Bull konsumierende Rennfahrer produzierten. Nicht fehlen durften heuer die Sulgener Bäradatza, die Dornstetter Drillerhansele und die Gremmelsbacher Holzschuhklepfer.

Die Ringer vom AV Sulgen thematisierten die Schließung des Schramberger Krankenhauses und stellten eine mobile Entbindungsstation vor. Abgerundet wurde der närrische Umzug von den Kleidlesträgern und den Elferräten der Schramberger Narrenunft, der Stadtmusik Schramberg, allen voran Dirigent Meinrad Löffler, und vom Wagen der Bachnafahrer, gezogen von einem betagten Traktor. Am Steuer saß dessen Eigentümer, der Bergersepp. Und die zahlreichen Hexengruppen, trieben ihren Schabernack mit den Zuschauern und verteilten, so wie immer, jede Menge Stroh und Konfetti auf der Straße.

  
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Edgar Reutter

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