Schramberg Etwa 20 Unternehmen sind bereits im Boot

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Auch der HGV trägt sein Scherflein zum weihnachtlichen Schmuck bei. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg. Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) informierte bei einer Info-Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums über die neue "Arbeitgeber-Gutscheinkarte".

Wie berichtet, plant der HGV die Einführung einer Arbeitgeber-Gutscheinkarte, auf die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern den steuer- und sozialabgabenfreien Betrag von bis zu 44 Euro pro Monat gewähren können. Diese "Sachlohnkostenumwandlung" wird von vielen Firmen ihren Mitarbeitern in Form von Tankgutscheinen gewährt.

Im vergangenen Jahr wurde von einem Schramberger Unternehmen die Idee an den HGV herangetragen, statt Tankgutscheinen HGV-Gut-scheine auszugeben, um so die Kaufkraft in der Region zu halten. Seit Juni erfolgte die Ausgabe der Gutschein an etwa 550 MS-Mitarbeiter und seit August an knapp 100 Mitarbeiter der Firma Hugo Maurer im Papierform. Bis zu 300 000 Euro pro Jahr zusätzliche Kaufkraft wird so in die Schramberger HGV-Geschäfte gelenkt.

Statt der Papiergutscheine wurde vom Ausschuss des HGV eine elektronische Lösung ausgedacht, die die Bearbeitung der Arbeitgeber-Gutscheine vereinfacht. Seit gut einem halben Jahr habe eine Arbeitsgruppe des HGV mit Unterstützung der Sparkasse und der Volksbank an einer Kartenlösung gearbeitet, so der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Schwarzwald-Neckar, Udo Schlipf. Für die erfolgreiche Einführung der Kartenlösung sei die möglichst zahlreiche Teilnahme der Schramberger Händlerschaft eine wichtige Voraussetzung.

Start Ende April

Vom stellvertretenden Vorsitzenden des HGV, André Alesi, wurden erneut die Vorteile für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und den Einzelhandel dargelegt. Er hob dabei den geringeren Verwaltungsaufwand bei einer elektronischen Karte hervor. Weiter wies er darauf hin, dass die Möglichkeit des Ansparens durch die Kartenbesitzer von Guthaben bis zu einem Zeitraum von drei Jahren ermöglicht werde, und dass die Arbeitgeberzusatzleistungen auch auf verschiedene Geschäfte verteilt ausgegeben werden können. Die neue Karte soll aber auch als Gutscheinkarte für die Allgemeinheit eingeführt werden und die bisher im Umlauf befindlichen Papiergutscheine des HGV ersetzen. Für den Aufbau des Systems, die Bedruckung der Karten und die Verwaltung der Konten ist es dem HGV gelungen, einen bewährten Dienstleister, die AVS GmbH, gewinnen zu können. "Ende April soll dann die erste Arbeitgeber-Karte eingesteckt werden", hofft Alesi. Der Vorteil der Karte, die von diesem Unternehmen hergestellt wird, liegt in der Tatsache begründet, dass sie von der meisten in den Geschäften eingeführten EC-Terminals ausgelesen werden kann. Damit die Karten von den Arbeitgebern für ihre Beschäftigten ausgeben und aufladen werden können, müssen von den AVS-Mitarbeitern dort elektronische Computer-Schnittstellen eingerichtet werden. Dafür wird einmalig ein Preis von 500 Euro berechnet. Außerdem wird für jede "Arbeitgeber-Gutscheinkarte" ein Euro und jede Aufladung ebenfalls ein Euro kosten. Die Einzelhändler werden für die Einrichtung der Schnittstellen einmalig 99 Euro zahlen, heißt es in einer Mitteilung des HGV. Hinzu kommt eine jährliche Gebühr von 79 Euro. Bei jeder Abbuchung werde vom HGV ein Disagio von drei Prozent vom Kartenumsatz einbehalten, kündigt Alesi an. Davon sollen die Serviceleistungen bezahlt werden, und außerdem bestehe der Gedanke, von etwaigen Überschüssen Events wie den verkaufsoffenen Sonntag mit zu finanzieren.

In der Diskussion konnten Alesi und Vertreter der AVS etliche Detailfragen klären. Als Unternehmer, der die Gutscheine bereits ausgibt, forderte Clemens Maurer die HGV-Mitglieder zur Teilnahme auf. Um die Entscheidung zu erleichtern, hat die Firma MS-Schramberg das Angebot gemacht, den ersten 20 mitmachbereiten Anbietern die erste Jahresgebühr zu schenken.

Dass die Idee "Arbeitgeber-Gutscheinkarte" auf fruchtbaren Boden gefallen ist, zeigte eine formlose Abfrage am Ende der Versammlung. Etwa 20 Unternehmensvertreter wollen die Karte für ihre Mitarbeiter einführen. Gut 30 Einzelhändler wollen die Karten akzeptieren.

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