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Schramberg Dem Publikum vergeht schon bald der Scheinapplaus

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Heute, Freitag, und morgen, Samstag, stehen die Schauspieler erneut auf der Bühne. Fotos: Kiolbassa Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg. "Sofortige Erleuchtung inklusive Mehrwertsteuer" gab es bei der Premiere der Theater-AG des Gymnasium Schambergs in der Aula. Doch das diese Erleuchtung vielleicht nicht das ist, was sich die Teilnehmer des "Etre"-Seminars erhofft haben, wurde während des Stückes deutlich.

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Roland Eisle haben elf Schüler der Klassen neun bis zwölf auch in diesem Jahr eine außerordentliche Leistung auf die Bühne gebracht.

Gleich nachdem an der Kasse der Teilnahmebetrag entrichtet wurde, begrüßten die Seminarleiter die Gäste im Foyer der Aula und verteilten Namensschilder. So entstanden fließende Übergänge zwischen Schauspielern und Publikum und dieses fühlte sich von Beginn des Stücks an als Teil des Seminars.

Mit dem Beginn des Seminars lernten die Zuschauer auch die anderen Teilnehmer kennen – mehr oder weniger ganz normale Menschen, jeder mit seinen individuellen Problemen, Sorgen und Nöten. Unter ihnen auch der ehrgeizige Journalist Malcolm (Jonas Andreae). Er nimmt nur scheinbar am "Etre"-Seminar teil und hofft, in einer Erlebnis-Reportage die Machenschaften der "Etre"-Organisation aufdecken zu können. Aufgrund seines Verhaltens gerät er öfter auch mit den Leiterinnen des Seminars, der übermotivierten Viv (Amelie Straub) und der emotionslosen Alec (Madlen Jehle), aneinander.

Keine privaten Gespräche

Die Regeln, die in diesem Seminarraum gelten, sind hart: keine Handys, keine Uhren, keine alkoholischen Getränke, keine Rauchpausen, und private Gespräche sind strengstens untersagt. Allem, was dem Prinzip von "Etre" gefällt, wird unaufhörlich Scheinapplaus gespendet. Zu Anfang des Stückes verfallen auch die Zuschauer diesem Zwang. Doch schon bald wird den Anwesenden bewusst, dass dieser Applaus nichts Gutes zu bedeuten hat und immer mehr Hände bleiben im Verlauf des Stückes unten.

Auch die anderen Teilnehmer, die Nymphomanin Kitty (Franziska Okon), der schwule Christ Don (Andreas Herr), der alternativ lebende Chas (Samuel Essien), die Feministin Trish (Michelle Kruck), das Hausmütterchen Melanie (Annemarie Neumann) und die naive Ginny (Kira Roming) wehren sich anfangs noch mehr oder weniger stark gegen die an Folter grenzenden Methoden des Seminars. Doch mit der Zeit stumpfen sie alle ab und fügen sich den ihnen aufgelegten Regeln, inklusive Anschreien und Beleidigen lassen von der Gründerin Max (Felicia Staiger).

Psychoterror ausgesetzt

Alle elf Schauspieler vollbrachten eine Höchstleistung an Authentizität und Bühnenpräsenz. Mit Können rührten sie ihr Publikum zu Tränen und sorgten dennoch für einige Lacher bei dieser ernsten Thematik.

Den Psychoterror, dem die Teilnehmer während der drei Tage ausgesetzt sind, brachten sie ihren Zuschauern auf reale Weise nahe. Mit teils psychopathischen Methoden wurde versucht, das Seminarziel zu erreichen, unterbrochen von einigen Motivationsübungen mit dem Doc (Sarah Moosmann).

Um die Technik während des Stückes kümmerten sich Urs Neumann, Felix Schuhmann und Dirk Battle von der Tontechnik-AG. Regie: Roland Eisele

Leider erhielt die erste Aufführung der Theater-AG nicht die gebührende Resonanz. Viele Stühle in der Aula blieben leer.

Doch die Schüler geben die Hoffnung nicht auf, bei ihren nächsten zwei Aufführungen heute, Freitag, und morgen, Samstag, mehr Teilnehmer begrüßen zu können. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

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