Schramberg - Ein Bildungszentrum mit verschiedenen Schulen könnte wieder Leben im ehemaligen Krankenhaus in Schramberg aufblühen lassen.Bei der Bürgerversammlung hatte Udo Trost, Rektor der Realschule, zur Nutzung des leer stehenden Gebäudes jedenfalls angeregt, dort die Realschule und die Graf-von-Bissingen-Schule zusammen zu legen (wir berichteten). Und die Schulleiter meinen das Ernst.

Einen Schulverbund von Real- und Werkrealschule plane die Stadt ohnehin, aber der müsste an zwei auseinander liegenden Standorten organisiert werden. Das Zusammenwachsen der beiden Schulen und die Entwicklung zu einem gemeinsamen Schulleben an einem Standort seien pädagogisch wichtig. Auch wirtschaftlich könne das durchaus Sinn machen, bekräftigte Karsten Krawczyk, denn in beiden Schulgebäuden bestehe ein Sanierungsstau durch fehlende Fachräume und einen Versammlungsraum sowie durch erneuerungsbedürftige Schulhöfe. Eine Erweiterung von Mensa und Schulküche sowie ein Behinderten gerechter Ausbau stehe außerdem an. Allerdings müssten auch die Räume im Krankenhaus auf ihre Eignung hin überprüft werden, um einen Umbau planen zu können. Das wäre sicherlich nicht billig, aber mit den Mitteln könne man einen echten Mehrwert schaffen.

Für die Entwicklung einer neuen Schulart im Verbund zweier Schulen mit gemeinsamer Leitung und Kollegium gebe es vom Land hohe Fördermittel. Ein Bildungszentrum biete nicht nur eine sinnvolle Nutzung eines intakten Gebäudes, sondern sei "eine große Gelegenheit für einen attraktiven Schulstandort in Schramberg". Neben den etwa 600 bis 800 Schülern im mittleren Bildungsweg könnten auch Juks, VHS und die Musikschule im Gebäude geeignete Räume finden. Aufzüge, Küche und Mensa seien vorhanden und eine Halle könnte noch angebaut werden. Mit dem Park könnte das jetzt ungenutzte Gelände zu einem schönen Lern- und Lebensraum werden.