Schopfloch Nur noch mit Führungszeugnis
Schwarzwälder-Bote, 13.08.2012 10:00 Uhr
Für den Jugendalkoholpräventionsworkshop "Trinken bis der Notarzt kommt" mussten externe Fachkräfte engagiert werden, damit er weitergeführt werden konnte.Foto: dpa-Zentralbild
Kreis Freudenstadt - Von Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, soll in naher Zukunft ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt werden.
Dies berichtete Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig vom Landratsamt Freudenstadt bei der jüngsten Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings im Bezirkszentrum der Liebenzeller Gemeinschaft in Schopfloch. Dies solle laut Orzschig ein Mittel sein, um Kinder und Jugendliche noch besser zu schützen. Von einigen Teilnehmern wurde dies heftig diskutiert. Sie befürchten, dass es durch diese neuen Vorschriften künftig noch schwieriger wird, ehrenamtliche Mitarbeiter für die Kinder- und Jugendarbeit zu finden.
Kreisjugendringvorsitzender Klaus Kübler begrüßte bei der Versammlung die Delegierten der Mitgliedsverbände des Kreisjugendrings. Kübler berichtete, dass seit fast einem Jahr dem Kreisjugendring aus gesundheitlichen Gründen keine pädagogische Fachkraft mehr zur Verfügung stehe. Dies wirke sich vor allem bei den Angeboten für die Vereine aus. Für den Jugendalkoholpräventionsworkshop "Trinken bis der Notarzt kommt" mussten externe Fachkräfte engagiert werden, damit er weitergeführt werden konnte. Trotz fehlender pädagogischer Fachkraft verwies der Vorsitzende auf einige Aktionen des Kreisjugendrings und zeigte sich hoffnungsvoll, dass auch in Zukunft die Angebote wie Jugendleitercard und Alkoholworkshops weiter ausgebaut werden können.
Susanne Wergin, Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendzentrum Freudenstadt berichtete über die Jugendehrenamtsinitiative, die große Anerkennung fand.
Zweite Vorsitzende Manuela Sacherer erwähnte die Übernahme des Jugendfonds durch den Kreisjugendring. Im vergangenen Jahr stellten sich beim Aktionstag "Mitmachen Ehrensache" 300 Arbeitgeber einen Tag zur Verfügung, um Jugendliche arbeiten zu lassen und das erarbeitete Geld dann dem Jugendfonds zu spenden. Dies sei im ersten Jahr mit dem Kreisjugendring als Initiator ein großer Erfolg gewesen, so Sacherer.
Es kamen an die 17 000 Euro in die Kasse des Jugendfonds, der damit wieder Jugend-Projekte im Landkreis bezuschussen wird. Im September werden die Gelder verteilt. "Mitmachen Ehrensache" findet in diesem Jahr wie gewohnt wieder am 5. Dezember statt.


