Von Uwe Ade

Kreis Freudenstadt. Wichtige Informationen gab es für Viehhalter und -züchter bei der Versammlung des Viehzuchtvereins Freudenstadt in Oberiflingen.

Geschäftsführer Gerhard Walter (Betzweiler) verzeichnete auch in der hiesigen Region weniger Betriebe, aber mehr Kühe. Im vergangenen Jahr zählte man 48 aktive Betriebe und 14 passive Mitglieder mit 2066 Milchkühen (Vorjahr 2058). Auf das Jahr ohne eine Viehschau führte Vorsitzender Hansjörg Keck den vom Geschäftsführer vorgetragenen höheren Kassenstand zurück. Für dieses Jahr ist laut Keck im letzten Märzdrittel wieder eine Viehschau vorgesehen.

Vorsitzender Hansjörg Keck begrüßte neben dem Leiter des Veterinär- und Verbraucherschutzamts, Edmund Hensler, auch Norbert-Jakob Ferch, der neue Leiter des Landwirtschaftsamts des Kreises Freudenstadt, und zahlreiche weitere Ehrengäste. Ferch stellte sich vor und sicherte weiter eine gute Betreuung zu: "Meine Tür steht für Beratung und Gespräche offen."

Bei den Wahlen wurde Hansjörg Keck vom Turmhof in Oberiflingen für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Christian Nübel als zweiter Vorsitzender und die Ausschussmitglieder. Hans-Jörg Keck wies im Jahresrückblick auf die weitere Steigerung bei der Milchleistung hin und erachtete diese auch als notwendig, damit Milchviehbetriebe ihr nötiges Einkommen haben. Fallenden Milchpreisen standen laut Keck steigende Preise bei Fleisch und Kälbern gegenüber.

Die Leistungsergebnisse zeigte Reinhard Hagendorn auf. Die durchschnittliche Milchleistung im Kreisverein wurde auf 7286 Kilogramm Milch pro Kuh gesteigert, was Hagendorn als Indiz sah, dass es den Kühen gut geht und die Fütterung stimmt.

Die Betriebe mit den besten Herdendurchschnitten bekamen Stallplaketten überreicht. Zu aktuellen Themen, vor allem in Bezug auf Krankheiten, informierte Veterinäramstleiter Edmund Hensler. So stehen wieder BSE-Tests an. Jedoch habe es in der Region noch nie einen Fall gegeben Der neue Schmallenberg-Virus werde über Stechmücken übertragen. Für Menschen bestehe aber kein Risiko. Im Kreis Freudenstadt habe es einen Virusnachweis gegeben, in drei Fällen seien Antikörper nachgewiesen worden. Ein Impfstoff für die Tiere sei in der Entwicklung. Derzeit ist laut Hensler eine Antibiotika-Datenbank für Mastbetriebe in der Diskussion. Er befürchtet aber, dass dabei eine große Bürokratie auf die Landwirte zukommen könnte. Zu Zucht, Leistungen und Vermarktung referierte Markus Werner von der Rinderunion Baden-Württemberg.