
Von Uwe Ade Schopfloch. Die Jahresrechnung 2010 stellte Kämmerer Heiko Meixner dem Gemeinderat Schopfloch vor. In der Zusammenfassung wies Meixner darauf hin, dass das Jahr 2010 insgesamt mit einem schlechten Ergebnis abschließt.
So wurde die zweite negative Zuführung in Folge verzeichnet. Für 2010 war man im Vorfeld von 1,25 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen ausgegangen, eingegangen waren letztlich nur 342 500 Euro. Es ergab sich eine negative Zuführungsrate des Verwaltungshaushalts an den Vermögenshaushalt von knapp 700 000 Euro.
Als wichtigste Ausgaben nannte Meixner die Personalkosten, die mit 716 000 Euro um 26 000 Euro unter dem Planansatz lagen. Als weitere Ausgaben listete der Kämmerer die Unterhaltung des unbeweglichen Vermögens mit etwas über 77 500 Euro und die Bewirtschaftung der Grundstücke (Heizung, Strom, Kaminfeger) mit rund 159 000 Euro auf.
Erfreulich sei jedoch der Blick aufs laufende Jahr, in dem mit steigenden Einnahmen gerechnet wird – vor allem bei der Gewerbesteuer sei dies jetzt schon sicher. "2011 ist für die Gemeinde Schopfloch ein wirklich gutes Jahr", erklärte auch Bürgermeister Klaas Klaassen und prognostizierte, dass auch 2012 ordentlich laufen werde.
Meixner ermahnte mit Blick auf die immer kürzer werdenden Abstände von Wirtschaftsflauten, die sich in vollem Umfang auf die finanzielle Entwicklung der Gemeinde durchschlagen, zu maßvollem Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.
"Sehr radikale Worte", widersprach Klaassen dem Einwurf von Gemeinderat Peter Eberhardt, dass Sparen und die Gemeinde Schopfloch nicht zusammenpassen würden. Der Schultes erklärte, dass Schopfloch eine sparsame Gemeinde sei. Personal- und Betriebsausgaben lägen im Rahmen. Glücklicherweise sei man in der Lage, das eine oder andere Projekt besser finanzieren zu können als dies bei anderen Gemeinden der Fall sei, so Klaassen.
Zur neuen Sporthalle als größter Investition seit Bestehen der Gemeinde führte der Schultes an, dass in den Jahren vor Baubeginn bewusst das Geld erst angespart worden sei. In den vergangenen Jahren sei auf die Zukunft ausgerichtet viel in die Bereiche Bildung, Kindergarten und Sport investiert worden.