Schonach (hjk). "Ich habe selten eine so gut gefüllte Halle am Seniorennachmittag erlebt wie heute", sagte Schonachs Bürgermeister Jörg Frey am Sonntag angesichts eines (fast) vollen Saals im Haus des Gastes.

Gemeinsam mit dem Ortsverein Schonach des Deutschen Roten Kreuzes bieten Gemeinderat und Kommune den Seniorennachmittag seit Jahren an.

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Er werte den guten Besuch als Zeichen dafür, wie wichtig der Austausch den Rentnern sei, kommentierte Frey. Er gab den Stab weiter an den evangelischen Pfarrer Markus Ockert. Dieser erinnerte sich in seiner kurzen Ansprache an die Predigt, die er am Vormittag in Schönwald gehalten hatte (wir berichteten). "Tröste, tröste mein Volk", stand im Wort des Propheten Jesaja. Und er habe dabei den Amoklauf in den USA reflektiert.

Ebenfalls zu Wort kam der Mann, der aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren in Schonach öfter zu Wort kommen wird: Karl-Heinz Weißhaar, der den DRK-Ortsverein Triberg leitet und der darauf hinarbeitet, die beiden Ortsvereine Triberg und Schonach zusammenzuführen.

Dann aber traten die Gemeinderäte und der Bürgermeister wieder einmal ganz anders auf: Sie wirkten als Bedienungen, verteilten Kuchen und Torten auf den Tischen, brachten Kaffee, schenkten ein und betüttelten die Senioren, dass es eine wahre Freude war. Da machte es keinen Unterschied, wer zu welcher Partei gehörte, da schenkte man einfach gemeinsam miteinander ein. Nach ausgiebiger Stärkung wurde es auf der Bühne lebhaft.

Der Kinderchor des MGV "Sängerkreis" Schonach "rockte" die Bühne. Allerdings waren es adventliche und weihnachtliche Lieder, die die jungen Sänger zusammen mit Monika Hehl und ihrer ­Tochter Alexandra Hehl zum Besten gaben. Fast feuchte Augen gab es da beim älteren Publikum.

Danach ließ die Zithergruppe, bestehend aus Erika Scherer, Liesl Pfaff, Lioba Weisser und Rita Feiß, mit Unterstützung von Heinz Wittmann an der Gitarre, feierliche Klänge auf diesen eher leisen Instrumenten erklingen. Währenddessen waren die Senioren vom Kaffee zu kühleren Getränken umgestiegen. Gemeinsam wurden Weihnachtslieder angestimmt.

Noch lange saßen die Männer und Frauen beisammen. Und so mancher ließ sich später vom DRK-Fahrdienst nach Hause bringen. Wie immer bei solchen Gelegenheiten war auch der Kreis-Ehrenbereitschaftführer Jürgen ­Lippold mit seiner Frau anwesend.