Schonach Venedig am Rohrhardsberg ?

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Schonach. Der Schwarzwaldverein Schonach lädt am kommenden Sonntag zur achten Geschichtswanderung ein. Die Führung hat Fachwart für Heimat und Kultur sowie Hobbyhistoriker Wolfgang Schyle. Zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert waren in den deutschen Mittelgebirgen Venediger, auch Venetianer, Welsche oder Walen genannt, unterwegs, um Erze, Edelmetalle, Seifenlagerstätten und vielleicht auch Gold zu finden. Man bezeichnete diese Unbekannten als südländische Prospektoren und sie wurden überwiegend als kleinwüchsig beschrieben. 

Von der einheimischen Bevölkerung wurden sie bisweilen auch schlicht Fremde oder Italiener genannt. Ihr Tun war stets höchst geheimnisvoll, denn sie haben sich als Händler, Hausierer und auch als Kräutersammler ausgegeben.

Hieraus entwickelten sich in Deutschland rund 250 Venedigersagen, die durchaus auch geschichtlichen Niederschlag fanden. "Interessanterweise kamen bei den Sagenforschern keine Hinweise auf Venediger im Schwarzwald an", erzählt Wolfgang Schyle. Umso erstaunlicher sei es nun, dass es in der Elztalschlucht, früher auch "Wilde Elz" genannt,  am Rohrhardsberg ein "Venedig-Haus" gab und dort  auch ein "Korallenhäusle" und eine "Schliefi" stehe.

 Gab es also venezianische Erzschürfer am Rohrhardsberg? Oder waren die einheimischen Mineralien Karneole, Hämatite, Achate und Granate die Edelsteine vom Rohrhardsberg? Wolfgang Schyle ist diesen Fragen nachgegangen und will mit seiner achten Geschichtswanderung versuchen, vor Ort und damit an diesen geschichtsträchtigen Stätten, Antworten zu finden.

 Und – ein herrliches und ein nahezu unberührtes Fleckchen "Naturpark Südschwarzwald" wird die Wanderer auf diesem Weg begleiten, ist sich der geschichtsinteressierte Schonacher sicher.

Start zur Geschichtswanderung ist am Sonntag, 29. Mai, um 9.45 Uhr an der Bushaltestelle Schonach/Wälderhaus (Busankunft 9.41 Uhr von Schonach) an der Landesstraße L 109 Elzach-Schonach. Der Wanderbus fährt in Schonach in der Triberger Straße um 9.26 Uhr los. Die Strecke beträgt 14,4 Kilometer, 570 Höhenmeter und 310 Meter Gefälle. Die Wanderung dauert vier Stunden (Gehzeit).

Die Rückkehr nach Schonach ist um zirka 17 Uhr. Gute Kondition und Trittsicherheit sind erforderlich. Rucksackverpflegung wird empfohlen, da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit besteht.

Weitere Informationen: Nähere Infos bei Wolfgang Schyle, Schonach, unter Telefon 07722/33 12 oder per E-Mail: Wolfgang.schyle@web.de.

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