
Schonach. Am kommenden Samstagmorgen um 7 Uhr mit dem Glockenschlag werden wieder um die 300 Skiläufer an der Sporthalle in Schonach starten, um auf dem gut präparierten und markierten Fernskiwanderweg mit geschultertem Rucksack die 60 Kilometer nach Hinterzarten oder gar die 100 Kilometer über den Feldberg hinweg zum Belchen in Angriff zu nehmen – ein einzigartiger Abenteuerlauf nach dem Vorbild des norwegischen Birkebeinerrennens.
Heuer wird der Rucksack dabei besonders unverzichtbar sein, denn der Lauf findet nicht nur ohne den bei Volksskiläufen sonst üblichen Service statt. Kälteschutz ist diesmal Trumpf angesichts der herrschenden Temperaturen!
Guter Kälteschutz ist dieses Jahr ganz wichtig
Der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft Skiwanderwege Schwarzwald e. V., weist die Teilnehmer ausdrücklich darauf hin, dass jeder für sich verantwortlich ist. Im Rucksack, dessen Gewicht am Start und am Ziel sowie stichprobenhaft auch unterwegs kontrolliert wird, müssen dieses Jahr neben der Verpflegung auch Anorak, Ersatzhandschuhe (Fäustlinge) und Ersatzmützen Platz haben, damit es in den Abfahrten nicht zu Erfrierungen kommt.
Wer richtig vorgesorgt im Rucksack und die Kräfte gut eingeteilt hat, für den wird der Lauf über die dick bereiften Schwarzwaldhöhen hinweg zu einem besonderen Erlebnis werden.
Stramme Zeitlimits am Neueck (10.30 Uhr), auf dem Thurner (13 Uhr), in Hinterzarten (12.30 Uhr) und auf dem Notschrei (16 Uhr) werden gewährleisten, dass nur gut trainierte Ausdauersportler das Abenteuer über die volle Distanz wagen, also auch noch über den Grüblesattel hinweg, den mit 1420 Meter Meereshöhe höchsten Punkt der Strecke.
Damit wird, nach den Erfahrungen aller bisherigen Rucksackläufe, auch sichergestellt, dass jeder Läufer rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit gegen 17.30 Uhr das Ziel in Multen am Belchen erreicht. Zielschluss für 60 Kilometer in Hinterzarten ("Kleiner Rucksack") ist um 15 Uhr.
Den Streckenrekord beim Rucksacklauf hält noch immer mit einer Laufzeit von fünf Stunden und fünfzig Minuten der Hinterzartener Olympiasieger Georg Thoma. Wie es denn auch sonst, trotz des internationalen Teilnehmerfelds, immer Schwarzwälder waren, die sich in die Siegerliste eintragen durften.
Meldungen liegen bereits vor von der Siegerin 2010, Susanne Jährling aus Stockach, vom Sieger 2010, Tobias Bach aus Breitnau, vom Sieger 2006, Jochen Burkart aus Offenburg und vom Sieger 2009, Stefan Böhm aus Schopfheim.
Teeservice und Verpflegungsstellen
Es gibt wieder einen Teeservice bei Kilometer 25 (Neukirch), Kilometer 40 (Thurner), Kilometer 60 (Hinterzarten) und Kilometer 86 (Notschrei). Die "Martinskapelle" und die "Kalte Herberge" richten vor ihren Gasthöfen eine Verpflegungsstelle in eigener Regie ein. Auf Wunsch gibt es auch einen Rücktransport von Hinterzarten oder Belchen nach Schonach. Dieser Service ist nicht im Startgeld enthalten und muss bei der Anmeldung bestellt werden.
Weitere Informationen: Infos und Startliste unter www.fernskiwanderweg.de
Profis der volkstümlichen Musik liefern im Haus des Gastes eine routinierte Show ab.