
Von Hans-Jürgen Kommert Schonach. Seit 2006 ist ein Gebiet von rund 6350 Hektar Größe rund um den Rohrhardsberg als besonders schutzwürdig ausgewiesen. Es umfasst große Teile von Rohrhardsberg, der Oberen Elz und Wilden Gutach. Am Rande dieses Gebiets wurde in den vergangenen Jahren von Kindern und Jugendlichen für ihre Altersgenossen ein Naturerlebnisraum geschaffen, der ihnen Natur näher bringen soll. Verschiedene Schulen haben sich beteiligt.
Unter anderem wurde ein sogenannter "Rucksackbegleiter" geschaffen, der mit verschiedenen Utensilien ausgestattet ist, unter anderem Natur- und Wildführer, ornithologische Büchlein, dazu aber auch Fernglas, Becherlupen und Ähnliches. Selbstverständlich ist auch etwas für den Notfall enthalten und sogar ein MP-3-Player mit Vogelstimmen.
Es gibt auch Schlüssel für "Forscherboxen"
Johannes von Stemm, der bei dieser Aktion von Seiten des Forstamts Triberg maßgeblich beteiligt ist, erklärte gegenüber dem "Schwarzwälder Bote", dass diese "Rucksackbegleiter" jetzt zur Erkundung des Naturerlebnisraums bei der Tourist-Info Schonach, beim Ochsenhof und beim Forstamt Triberg ausgeliehen werden können.
Da der Rucksack mit Inhalt recht wertvoll ist, muss neben einer sehr geringen Leihgebühr ein Pfand hinterlegt werden. An drei Orten des Naturerlebnisraums sind zudem "Forscherboxen" angekettet, zu denen ein Schlüssel im Rucksack enthalten ist. Wiese, Wald und Wasser können so spielerisch erforscht und beurteilt werden.
Von Stemm machte darauf aufmerksam, dass der Erlebnisraum festes Schuhwerk voraussetzt und eine "gewisse Trittsicherheit" verlangt. Für Kinderwagen sei er definitiv nicht geeignet. Für Gruppen gebe es auch geführte Begehungen. Die Naturparkführer wie die Schonacherin Ingrid Schyle seien hierfür besonders geschult.
Jugendgruppe pflegt Naturerlebnisraum
Der Naturerlebnisraum wurde dieser Tage gepflegt von einer Gruppe einer Jugendhilfeeinrichtung aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Das Raphaelshaus ist seit 2007 mit verschiedenen Gruppen in der Raumschaft tätig, um soziale Projekte zu unterstützen. Wie von Beginn an, ist auch in diesem Jahr wieder die "Otmar-Alt-Gruppe" im Schwarzwald.
Da die Jugendlichen in der Regel zwei Jahre in dieser Einrichtung sind, ist der eine oder andere bereits zum zweiten Mal hier tätig. Und für die jungen Menschen "ist die Arbeit hier echte Erholung", wie sie gegenüber unserer Zeitung erklären.
In diesem Jahr waren sie eingebunden in die Instandsetzung von Stationen, Biotoppflege und Offenhaltung von Wiesen und Wegepflege. Dazu wurden die Markierungen überarbeitet.
Die Jungs wohnten mit ihren Pädagogen Ute Pietz und Kai Emters in der Finstermattenhütte und fanden ihre Tätigkeit hier "voll cool".
"Für den Forst stellen diese Gruppen eine tolle Unterstützung dar", so Johannes von Stemm. Er machte in diesem Zusammenhang aufmerksam auf ein besonderes Bürgerprojekt des Forstes. "Am 18. September findet im Rahmen des LIFE-Projekts unter dem Motto ›Gemeinsam aktiv für eine vielfältige Natur‹ ein besonderer Landschaftspflegetag statt", erklärte der Forstmann. Der Tag erfolge gemeinsam im Schwarzwald-Baar-Kreis und im Kreis Emmendingen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis würden gemeinsam Maßnahmen zur Offenhaltung und Entwicklung des Moorgebiets um die Martinskapelle durchgeführt.
Bürgerprojekt am 18. September
"Auf Wunsch werden wir direkte Informationen zum LIFE-Projekt geben", machte der Fachmann Appetit auf den Aktionstag. Treffpunkt sei am 18. September um 8.30 Uhr an der Martinskapelle, für Verpflegung sei gesorgt.
Mitbringen müsste man nur gute Laune und wetterfeste Kleidung", meinte Johannes von Stemm.