Schonach Ralf Schuler gewinnt "Schdäggeschbiel"
Schwarzwälder-Bote, 28.05.2012 21:42 UhrVon Hans-Jürgen Kommert Schonach. Das "Schdäggeschbiel" konnte am Samstag wie geplant im Kurpark stattfinden. Bereits beim Kulturstammtisch war klar, dass in diesem Jahr nicht mehr wie bisher die "Donschdig-Kegler", sondern die Jugend, verkörpert durch "Zero9 events", das Spiel anbietet. Um 14 Uhr sah die Meldeliste noch recht düster aus, so dass die Veranstalter noch ein sehr üppiges "akademisches Viertel" anhängten. Immerhin waren es dann 13 Herren und sechs Frauen, die sich im Kreis aus Sägespänen maßen.
Ein sehr junger männlicher Teilnehmer musste bereits in der Vorrunde die Segel streichen, es stellte sich nämlich schnell heraus, je kraftvoller der Schlag, desto besser war (meist) das Ergebnis. Doch eines stellte so Mancher fest: Der Schwarzwald ist ein Mittelgebirge. Und da gibt es auch Steine. Wenn die dicht unter der Rasenfläche liegen, nutzt die ganze Wucht nichts, der "Schdägge" prallt ab und manchmal fliegt er sogar aus dem Kreis. Übrigens: So einfach ist das mit dem "Herausspitzen" eines liegenden "Schdägge" auch nicht. Wenn der nicht nur gestreift, sondern voll getroffen wird, haut man sich oft selbst hinaus.
Es ist ein Spiel, das auch auf die "Hirtebuebe" zurück geführt wird. Das wäre durchaus nachvollziehbar, hatten die doch oft nicht viel zu tun, aber auch nicht allzu viele Möglichkeiten. Aber einen "Schdägge schniede", das hätten sie gekonnt.
Mit dieser Veranstaltung greift die Jugendgruppe die Aktion der "Donschdig-Kegler" auf. Letztere pflegten einige Jahre das alte Spiel, das trotz seiner Schlichtheit immer noch fasziniert.
Drei Runden lang versuchte jede Gruppe unter der Leitung des Oberschiedsrichters Hannes Dold, einen Sieger zu ermitteln. Drei Männer- und eine Frauengruppe hatten sich gestellt. Bei der Frauengruppe gab es nur einen Durchgang. Aus den drei Männergruppen qualifizierten sich jeweils die besten Zwei direkt für das Halbfinale. Die drei Drittplatzierten spielten noch eine "Hoffnungsrunde", aus der sich die zwei besten Spieler für das Halbfinale qualifizierten. Somit gab es zwei Gruppen im Halbfinale, von der sich die jeweils besten zwei für das Finale qualifizierten.
Die finalen Spiele sahen in Ralf Schuler einen verdienten Sieger. Er gewann vor Gabriel Nock, Platz drei belegten Helge Hörmann und Christian Kuner mit gleicher Punktezahl. Bei den Frauen setzte sich Lisa Dold vor Barbara Kuner und Theresa Kienzler durch.
Die Sieger bekamen neben einer Urkunde auch Sachpreise, beispielsweise T-Shirts von Waldwerk oder kultige Sonnenbrillen, die von der Gemeinde gesponsert wurden.
Zum Abschluss wurde noch eine Gaudirunde durchgeführt, bei der alle in einem Kreis um ein Partyfässle Bier spielten, das Oswald Blank mitnehmen durfte.
Für Bewirtung sorgte neben dem Veranstalter auch Wolfgang "Schorle" Schyle mit seinem originellen Kaffee-Mobil.
Wer noch nicht ganz erledigt war, für den gab's abends noch eine Party im "Dezibel".


