Von Claudius Eberl
Schonach. Teurer wird der Kindergarten für die Gemeinde. Statt bislang 88 Prozent muss sie künftig 92 Prozent der Kosten übernehmen.
Teuer ist er, der Kindergarten. Aber es gehört nun einmal zu den Pflichten einer Gemeinde, einen Kindergarten zu betreiben. In Schonach übernimmt die katholische Kirche diese Aufgabe. Allerdings mit hoher finanzieller Beteiligung der Gemeinde. Und Bürgermeister Frey kündigte schon vor Jahresfrist an, dass die Kosten steigen würden.
Bisher übernahm man 88 Prozent der laufenden Betriebsausgaben. Nun gab es Verhandlungen mit der Kirche und die Kostensätze wurden neu geregelt. Rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres wird die Gemeinde 90 Prozent übernehmen, ab dem 1. Januar 2011 dann 92 Prozent.
Die Verträge wurden nach Musterverträgen des Gemeindetages und der Kirchen abgeschlossen.
Ebenfalls neu geregelt wurde die Beteiligung an den Verwaltungskosten. Zahlte man hier bisher nach der Höhe der Verwaltungskosten, aktuell sind es 2200 Euro je Gruppe, handelte die Gemeinde nun eine Pauschale von 2000 Euro je Gruppe aus.
"Parallel zu den immer weiter steigenden Kosten erhöhte sich auch die Forderung nach einer eigenständigen Führung des Kindergartens. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass wir dann 100 Prozent der Kosten hätten und die Gebäude auch noch kaufen müssten", kam Frey zum Schluss seiner Ausführungen.
"Wir wollen hier nicht auf weitere Grundsatzdiskussionen eingehen"meinte Wolfgang Förtsch (CDU). Schließlich bereite das Thema schon seit langem "Kopfschmerzen". Die Kinder seien wichtig und der Kindergarten gut geführt. Kurzum, man würde einer Erhöhung der Kostenbeteiligung zustimmen. Dem entsprachen auch die beiden anderen Fraktionen, so dass der Vertrag mit der Katholischen Kirche nun abgeschlossen werden kann. Frey nutzte die Gelegenheit, um einen Dank in Richtung Kindergartenleitung und Katholischer Kirche los zu werden. "Die Zusammenarbeit ist sehr gut und läuft die kurzen Wege über die Straße", erklärte er.