Von Hans-Jürgen Kommert
Schonach. Der Sonntag sei eindeutig der bessere Tag beim 36. internationalen Volkswandertag "Rund um den Rohrhardsberg" gewesen. "Wir haben auch ideales Wanderwetter", betonte der Vorsitzende des Skivereins Rohrhardsberg, Siegfried Burger, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.
Nachdem der Samstag eindeutig zu kalt und teils auch zu feucht gewesen sei, habe sich der Sonntag von seiner besten Wanderwetterseite präsentiert, deutlich wärmer als der Vortag, dennoch nicht zu warm, leichter Wind, also genau so, wie man es sich wünscht.
Drei Streckenlängen standen den Wanderern zur Verfügung, nämlich fünf, zehn und 20 Kilometer. Alle seien gut angenommen worden am Sonntag und viele Wanderer hätten den "Ausklang" an der Lifthütte gefeiert.
Derweil versuchten sich unter Anleitung des "Chefs" 22 Kinder als Nachwuchs-"Highlander". Immerhin kamen ja viele aus den "Highlands" rund um Schonach, und das bewiesen sie auch. Vier verschiedene Baumstämme hatten sie bereit gestellt. Den mickrigsten wollte eigentlich keines der Kids. Okay, den ganz großen probierte auch nur einer wirklich aus. Aber den langen, wenn auch etwas leichteren, den schafften sehr viele. Auch wenn hie und da mal die Stange auf den Kopf knallte, die Tränen hielten nur kurz, der Spaß an der Sache war vorrangig.
Deutlich vereinfacht hatten die Spielverantwortlichen das "Spiel mit dem Wasser" (nicht Feuer). Der Balken lag flach, war also etwa neun Zentimeter breit. Und "weil euch der Helm sowieso nicht gepasst hätte, tragt ihr halt drei Eimer Wasser hinüber", so Burger.
Richtig stark zeigten sich einige Jungs beim Stiefelschleudern per Fuß. Nachdem am Vortag keiner mehr als einen Treffer hatte landen können, traf der erste der Jungen gleich zweimal, der Beste knallte drei Treffer durch das Zielloch.
Zugegeben, die Entfernung war kürzer, aber es waren ja Kinder am Werk, und die Stiefel, das waren noch immer die in Größe 52.
Auch das Sackwerfen rückwärts über den Kopf fand der eine oder andere "leicht", wobei Sack schon etwas leerer war. Und die Anfangshöhe lag bei rund zwei Metern. Aber da kamen einige Jungs locker über drei und mehr Meter, auch einige der Mädchen hauten da eine gewaltige Ladung raus. Am Ende aber waren diesmal alle gleich: Für jedes angetretene Kind gab es einen kleinen Preis.
"Wir wollten mit diesem ersten Versuch einfach mal austesten, ob das auch was für die Kinder ist; ich denke, der Erfolg gibt uns Recht", erklärte der Vorsitzende. So werden wohl im kommenden Jahr die zweiten "Kinder-Highland-Games" stattfinden.