
Von Hans-Jürgen Kommert Schonach. Beinahe waren sie unter sich, die Damen und der Herr im Vorstand des Fördervereins der Dom-Clemente-Schule Schonach. Lediglich drei Mitglieder hatten den Weg gefunden, um den Jahresrückblick bei der Hauptversammlung zu hören.Dabei gebe die Mitgliederentwicklung durchaus Anlass zur Freude, erklärte Silke Burger als Vorsitzende. Nach den drei Werbeaktionen im vergangenen Jahr könne der Verein auf 216 Mitglieder zählen. "Da wir bewusst einen sehr kleinen Mindestbeitrag von nur fünf Euro angesetzt haben, treten die allerwenigsten aus, selbst dann nicht, wenn keine Kinder mehr an der Schule sind", wusste sie.
Der Verein agiere mehr im Hintergrund, sei aber rege und stelle sich seinen Aufgaben. Wünsche und Anregungen dazu kämen in aller Regel aus dem Lehrerkollegium. Eine Vorzeigeschule mit sehr gutem Ruf sei die Dom-Clemente-Schule, die viele Gönner in der Gemeinde besitze. Zwei Klassensätze zu je 15 Kunststoff-Flöten und zwei Keyboards habe die Schule im musischen Bereich im vergangenen Jahr erhalten.
"Ich fand die Autorenlesung mit Maja Gerber-Hess besonders beeindruckend", gestand die Vorsitzende. Die Klassen 7 bis 10 seien in den Genuss der Lesung gekommen. Und es sei toll gewesen, wie die Schüler bei der Sache waren. Für musische Zwecke, aber auch für den Sprachunterricht sei eine Stereoanlage mit fünf Lautsprechern ganz gut gewesen, wusste sie. Auch das Theaterstück für "Respect yourself" wurde finanziell gefördert. "Das sollte auch für 2012 so sein", bemerkte Lehrerin Vera von Stemm.
Der Besuch der Grundschüler zur Miró-Ausstellung in Baden-Baden wurde durch Sponsoring der Fahrt ermöglicht. Viele kleinere Sportgeräte wie Pedalos wurden angeschafft, dazu Gesellschaftsspiele für die Pausen. Besonders wichtig sei ihr das "Schulfrucht-Programm", bei dem alle Grundschüler einen Obsttag erlebten.
"Donnerstag ist Obsttag", freute sich Burger. Sie fand das von der EU geförderte Programm so gut, dass der Verein nach Beendigung der Förderung spontan einsprang.
Dirk Schneider berichtete von einer guten Kassenlage. Etwas problematisch sei es gewesen, dass zwei Projekte der Spendenquittungen wegen über den Verein abgewickelt worden seien. Für ein von Vandalen zerstörtes Spielhaus in Schönwald hatte eine Gruppe gesammelt, eine andere für die Katharinenhöhe. Das sei an sich kein Problem, nur müsse so etwas sehr viel strukturierter ablaufen.
Durch einen ausgefallenen Theaterbesuch lägen zusätzlich 1000 Euro an "außerordentlichen Erträgen" bereit, da sowohl Theater als auch Bahn die bereits bezahlten Gelder zurückerstattet hätten, informierte Schneider. Sollte der Besuch nachgeholt werden, sehe er keine Probleme.
Für das Jahr 2012 stünden rund 7000 Euro zur Verfügung. Eine Bitte äußerte Schneider: Er wolle das Geschäftsjahr künftig am 31. Dezember beenden. Einstimmig wurde dieser Bitte entsprochen.
Bei den anschließenden Wahlen wurden die Amtsinhaber wieder gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist somit weiter Diana Herr, Carla Dold bleibt Schriftführerin. Ulrike Bausch hatte sich entschuldigt, wurde aber als Beisitzerin bestätigt. Die Kassenprüfung übernehmen Martin Schmidt und Josef Spath.
Profis der volkstümlichen Musik liefern im Haus des Gastes eine routinierte Show ab.