Schonach Baugenossenschaft zieht finale Bilanz
Schwarzwälder-Bote, 27.06.2012 00:20 Uhr
Aufsichtsratsvorsitzender Max Schuler, Sigrid Feßler, Vorsitzender August Maier, Helga Schlimper, die ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt, und Geschäftsführer Kurt Lietzmann (von links). Foto: EberlFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Claudius Eberl
Schonach. Es war wohl die letzte Hauptversammlung der Baugenossenschaft Schonach. Vorausgesetzt, die Mitgliederversammlung beschließt am 16. Juli die Fusion mit der Baugenossenschaft Triberg. Am Montag auf jeden Fall klappte es noch nicht. Grund dafür war aber nicht der Wille zur Fusion, sondern einfach der, dass zu wenige Mitglieder da waren.
Zuerst wurden die Regularien abgehandelt. Der Vorsitzende August Maier zeigte sich zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Die Belegung der Wohnungen war überraschend gut gewesen, zu den Mietern selbst hatte man schon wie in den Jahren zuvor ein sehr gutes Verhältnis, hier traten nur wenige Probleme auf. Auch die Zusammenarbeit in den Gremien bezeichnete Maier als sehr gut.
Ähnliches berichtete auch Max Schuler, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft. In seiner Eigenschaft begrüßte er auch die Bardividende von vier Prozent.
Umfangreicher war der Geschäftsbericht von Geschäftsführer Kurt Lietzmann, der auch die Herren Gehringer und Sluzalek der Baugenossenschaft Triberg im Konferenzraum des Haus des Gastes begrüßen konnte. Umfassend berichtete er über die Investitionen und Instandsetzungen an den Gebäuden und Wohnungen. Insgesamt waren es knapp 32 000 Euro, die man in die bestehenden Gebäude investierte. Alles in allem umfasst der Besitz der Baugenossenschaft sechs Häuser mit 39 Wohnungen und 16 Garagen.
Als positiv betrachtete er, dass die Mieterträge, die 2010 etwas angestiegen waren, auch 2011 auf gleichem Niveau gehalten werden konnten. Die Bilanz der Genossenschaft umfasste 2011 eine Summe von 972 352,76 Euro. An Gewinn konnte man 6088,09 Euro erwirtschaften. Dieser soll zu zehn Prozent in die gesetzliche Rücklage einfließen, vier Prozent oder 3510,97 Euro sollen als Bardividende an die Mitglieder ausgeschüttet werden, der Rest von 1968,12 Euro soll in die freie Rücklage einfließen. Diesem Vorschlag stimmten die Mitglieder zu. Die Genossenschaft hat nun 96 Mitglieder.
Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Max Schuler, und Aufsichtsratsmitglied Helga Schlimper in ihren Ämtern bestätigt.
Schonach /Triberg (ec). Die Baugenossenschaft Schonach möchte rückwirkend zum 1. Januar 2012 mit der Baugenossenschaft Triberg fusionieren. Gespräche hierzu fanden statt, der Fusionsvertrag wurde erstellt und auch vom Verband der Baden-Württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen für gut befunden.
Am Montag sollte eigentlich die Hauptversammlung über die Fusion abstimmen. Dazu waren eigens die Verbandsdirektorin Sigrid Feßler und Notar Flum anwesend. Allerdings waren für eine Abstimmung zu wenige Mitglieder anwesend. Denn es wäre mindestens die Anwesenheit der Hälfte der 96 Mitglieder nötig gewesen.
Nun wird die Versammlung am 16. Juli über die Fusion abstimmen, dort reicht dann die Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
Sigrid Feßler nutzte aber ihre Anwesenheit, um nochmals auf die Gründe der Fusion einzugehen. Hintergründe der Fusionsüberlegungen waren die starken Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt und die damit verbundenen, stark gestiegenen Vorgaben für die Vermieter. "Da kommen einige Anforderungen auf die Wohnungsbaugenossenschaften zu!" Aufgaben, die für eine Genossenschaft von der Größe Schonachs nicht mehr effektiv zu stemmen seien. Daher hatte man sich einen Partner gesucht und diesen mit Triberg auch gefunden. Gemeinsam, so die Verbandsdirektorin, wird sich die Leistungs- und auch Wettbewerbsfähigkeit steigern und der Förderauftrag – ordentlichen Wohnraum zu angemessen Preisen zu bieten – erfüllen lassen.
Sigrid Feßer ging auch auf einzelne Punkte des Fusionsvertrags ein. So erklärte sie, dass die Mietverträge der Schonacher Genossenschaft weiterhin gültig sind. Die Anteile werden auf die Triberger Genossenschaft umgezeichnet. Und künftig sollen mindestens zwei Schonacher im Aufsichtsrat der Triberger Genossenschaft sitzen. "Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Den Namen Baugenossenschaft Schonach wird es künftig nicht mehr geben."


