
Von Hans-Jürgen Kommert
Schönwald. Wieder einmal ein hartes Wochenende hatte der Skiclub Schönwald mit seinem Vorsitzenden, dem Bürgermeister Hans-Georg Schmidt. Der Deutsche Schülercup machte Station im Kurort.
Sie sind so etwas wie die Jungelite und könnten in die Fußstapfen von Neuner und Co. treten. Sie sind so etwa das Beste an Nachwuchsbiathleten des DSV, die hier zu Gast waren.
Besonders gefragt war auch heuer wieder Streckenchef und "Mädchen für Alles" Günter Faller. Er ist seit langen Jahren Wettkampfleiter, ein Mann mit Riesenerfahrung und weiß, wie man mit den die jungen Sportler umgeht. Und er ist sich auch nicht zu schade, mal zum Besen zu greifen und Matten vom Schnee zu befreien.
"Wir haben die Strecke und das ganze Drumherum so weit optimiert, dass auch Spitzenathleten sich bei uns rundum wohlfühlen und gerne bei uns trainieren", sagte er mit einem gewissen Stolz.
Nicht ganz leicht war die Präparation der Strecke, da es immer wieder minimal schneite, leicht nass, was die Loipe doch etwas stumpf werden ließ. Je ein Sprint und ein Verfolgungsrennen sollten entscheiden, wer nach dem Wochenende die Nase vorn haben würde. "Wir haben jetzt fast 200 junge Spitzensportler hier zu Gast aus ganz Deutschland", meinte er.
Besonders stolz waren die Männer und Frauen vom Skiclub über Hannah Herr, die in der Altersklasse 13 am Samstag im Sprint mit null Schießfehlern Platz zwei belegte. Die Tochter des Schonacher Gemeinderats Günter Herr musste in der Loipe allerdings eine Gegnerin ziehen lassen, die sich trotz Schießfehler als schneller erwies. Am Sonntag leistete sich Hannah gleich vier Fehler, trotzdem konnte sie sich mit einem couragierten Lauf noch Platz sieben erkämpfen.
An diesem Wochenende waren wieder einmal mehr als 60 Ehrenamtliche aus dem Skiclub im Einsatz. "Wir freuen uns, dass wir aus Gosheim und Triberg unterstützt werden", konnte Faller vermelden. Unter seiner Leitung verteilten sich die vielen Helfer in verschiedenen Funktionen rund um die Strecke oder am Schießstand. Dazu gehörte es auch, den Jungen und Mädchen die Waffen zu reichen, denn im Unterschied zu den Erwachsenen tragen sie diese nicht bei sich beim Laufen. Und es ist auch nicht das später übliche Kleinkalibergewehr. Die Schüler schießen noch mit dem Luftgewehr auf zehn Meter Entfernung.
Etwas unglücklich im Rothaus-Loipenzentrum ist immer auch die Parkplatzsituation. Viel Ausrüstung für viele Sportler muss streckennah zur Verfügung stehen, gleichzeitig ist aber wenig Parkraum vorhanden. Dennoch klappte es sonst wieder einmal alles wie am Schnürchen. "Ich denke, hier haben alle eine Meisterleistung vollbracht", war sich Günter Faller, der Routinier in Sachen Organisation, sicher.