Von Marie-Louise Roser Schönwald/Triberg. Pünktlich zu Weihnachten bescherte die Richard-Dorer-Grundschule in Schönwald den Tafelladen in Triberg mit dem Erlös einer Spendenaktion. Hierfür übergab Rektor Bernhard Läufer, im Beisein einer Delegation der an der nachahmenswerten Aktion wesentlich beteiligten Schüler, einen Scheck über 170 Euro an die ehrenamtlichen Mitarbeiter der sozialen Einrichtung.

Tafelmitarbeiterinnen Veronika Grüning, Erika Probst und Mitarbeiter Karl Rißler, freuten sich sichtlich über den Besuch, den der Rektor der Schönwälder Grundschule der Tafel abstattete.

"Das Projekt weihnachtlicher Spenden gibt es schon seit Jahren an unserer Schule", erläuterte Läufer. Bisher wurden Spendengelder unter anderem dem Straßenkinderhilfswerk "Off Road Kids" in Bad Dürrheim, aber auch schon nach Afrika, beispielsweise für "Ärzte ohne Grenzen", gespendet.

Die Idee, in diesem Jahr für die Triberger Tafel zu sammeln, bestand schon seit längerem und wurde in diesem Schuljahr umgesetzt. Dazu gestalteten alle Schüler der Klassen eins bis vier jeweils ein Bild für eine Weihnachtskarte. Deren Eltern konnten sich aus dem fertigen Motiv Kartensätze drucken lassen, die aus jeweils acht Klappkarten bestanden und dazu mit dem Namen des Schülers auf der Rückseite bestellt werden konnten.

"Die Materialkosten dieser Sets beliefen sich auf jeweils sechs Euro, bezahlt hatten die Eltern acht Euro, was bei insgesamt 85 verkauften Weihnachtskarten einen Erlös von 170 Euro ausmacht", informierte Lehrerin Silvia Schöne bei der Übergabe der Spende.

Veronika Grüning bedankte sich im Namen der Tafel bei den Schülern für ihre Mühe und führte die wissbegierigen Drittklässler durch den Laden, erklärte woher die Lebensmittel kommen und beantwortete zahlreiche Fragen. "Das ist ja wie im Supermarkt, nur sind die Preise nicht in Euro, sondern in Cent", staunte einer der Schüler.

Auch der geschmückte Tannenbaum wurde bewundert. Karl Rißler erklärte, dass dieser wie in jedem Jahr von der Stadt Triberg gestiftet wurde. Er erläuterte, dass alle vier Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten, bedauerte jedoch, dass die Resonanz in der letzten Zeit rückläufig war.

"Vor allem die Stammkundschaft hat abgenommen", fügte Veronika Grüning hinzu, "weshalb das so ist, können wir uns nicht erklären, wir hoffen aber, dass die Gründe positiver Natur sind, also dass diese Menschen inzwischen wieder ein geregeltes Einkommen haben und dadurch nicht mehr auf uns angewiesen sind". Sie machte den Schülern klar, dass es auch vielen Menschen einfach am Mut fehle den Schritt in den Tafelladen zu wagen. "Wenn jemand von euch jemanden kennt, der zu wenig Geld zum Leben hat, erzählt ihm, was ihr heute alles gesehen habt. Vielleicht traut er sich dann doch hierher und wir können einer weiteren Person helfen", schloss Grüning.