
Von Hans-Jürgen Kommert Schönwald. Trotz klirrender Kälte hatte sich ein guter Teil der Männer und Frauen des Aktionsbündnisses "Aktiv für Schönwald" am Montagabend auf den Weg zur monatlichen Besprechung gemacht.
Die bevorstehende Osteraktion, bei der die Anzahl der österlichen Figurengruppen im Ort auf nunmehr neun steigen soll, war ebenso Thema wie der nächste große Coup der Gruppe: Der Platz ums Wirtehäusle.
"Das Nächste, was folgen muss, ist ein Plan für das Buswartehäusle", machte Manfred Fattler der Gruppe klar. Für dieses müsse ein Baugesuch eingereicht und ein Kostenplan erstellt werden. "Dann kann die Gemeinde einen Zuschussantrag beim Kreis stellen, wie Kreisrat Lukas Duffner erklärt hat", zeigte er auf.
Die Kosten für die gesamte Maßnahme sehe er bei rund 10 000 Euro, daher müsse man nun offensiv tätig werden und um Spenden werben, sagte Fattler. Er habe einen "Bettelbrief" entworfen, den er aber jeweils durch die übergeben lassen wollte, die die besten Beziehungen zu den entsprechenden Leuten hätten.
"Was mir etwas fehlt, ist ein Modell, das man sich anschauen kann", warf Hans Göppert ein. Er selbst habe da weniger Probleme, es gebe aber viele Leute, die mit einer Zeichnung wenig abfangen könnten. Dieser Einwurf allein sei den Abend schon wert gewesen, freute sich Fattler.
Nach kurzer Debatte, wer das machen könnte, hatte Hubert Waldvogel eine Idee. Er werde versuchen, dass die betreffende Person, ein "begnadeter Modellbauer", wie er meint, ein Modell des Platzes anfertigt. Natürlich mit den entsprechenden Änderungen, die der AfS-Gruppe vorschweben.
Der Modellbauer habe schon geäußert, dass er als Rentner gerne die Gruppe verstärken wolle, allerdings sei dies noch nicht soweit. Er hoffe, dass dieser das bis etwa Pfingsten schaffe. "Wenn er es bis Ostern schafft, kriegt er eine Sonderprämie von mir", meinte Fattler verschmitzt.
Was besonders Willi Schöntges noch fehlt, ist ein großer Hinweis an den Ortseingängen, dass die Kuckucksuhr in Schönwald erfunden worden sei. In der Region werde diesbezüglich "ganz großer Quatsch", erzählt.
Die Ortseingangstafel der Gemeinde finde sie im Prinzip ganz gut, hielt Theodora Fattler entgegen. Lediglich etwas bieder sei sie, blass. Da könnte man versuchen, entsprechend etwas zu integrieren. "Noch eine Tafel wäre zu viel", gab sie zu bedenken.
Verschönerung der Ortseingangstafeln auf der Agenda
Als Konsens nahmen die Mitglieder mit auf den Weg, dass sich jeder die Tafel anschauen möge und sich Gedanken machen solle.
Als Problem für die Osteraktion machte die Gruppe die derzeit herrschenden, tiefen Temperaturen aus: Im Spitzberger sei es "saukalt". Als Lösung bot Fattler eine Ecke in seiner Werkstatt an. Dort wird die Gruppe in den nächsten Tagen malen.