Schönwald (hjk). "Dieses Kreuz soll zu uns sprechen, es soll dem Ort predigen", strahlte Pfarrer Markus Ockert bei der Einweihung des neuen Kreuzes an der Evangelischen Heilig-Geist-Kirche in Schönwald. Das alte hölzerne Kreuz habe zu den Besuchern gesprochen, das neue hat einen ebenso neuen Standort gefunden, es thront wieder über dem Dorf.

In einem feierlichen Gottesdienst wies der Pfarrer auf drei Dinge hin, die an diesem dritten Adventssonntag wichtig seien. Die Einweihung des Kreuzes betreffe seine Gemeinde direkt. Das Massaker an der Schule in den Vereinigten Staaten betreffe alle Menschen. Und der Predigttext passe genau dazu: "Tröste, tröste mein Volk", heißt es da. Er habe erfahren, dass Präsident Obama zu den Hinterbliebenen kommen wolle, um sie zu trösten. "Was kann noch gesagt werden nach einer solchen Katastrophe, was ist noch Trost für Eltern und die anderen Betroffenen", fragte er, "doch nein, auch der Herr sagt: Es müssen Worte des Trostes sein".

Nach dem Gottesdienst traten die Gläubigen hinaus, um die Segnung des Kreuzes zu erleben. Ein wahres Kunstwerk hat Manfred Fattler an Stelle des ersten Kreuzes, einem sehr schlichten Holzkreuz, nun geschaffen. Symbolhaft weist es auf die heilige Dreifaltigkeit hin, Gott Vater in Gold, Sohn Jesus Christus in Silber und kupferfarben der Heilige Geist.

Viele Hände hätten geholfen, so Ockert, bis das Kreuz seinen jetzigen Platz eingenommen hatte. Die letzte Tat hätten Bianca und Johannes Fattler erst am Samstag vollbracht, nämlich das fertige Kreuz auf den Betonsockel montiert. Davor habe Paul Scherer den Sockel betoniert. Die Farben habe Theodora Fattler nach genauer Abstimmung mit ihm aufgetragen. Und natürlich habe Johannes Fattler zunächst verschiedene Entwürfe vorgelegt und den ausgewählten verwirklicht. Das Material habe einer seiner Lieferanten, die Firma Bucher, gespendet, bekannte Fattler. Und alles sei für die Gemeinde ohne Kosten gelaufen, strahlte er.