Schömberg Zweiter Kandidat hat mit Amt nichts am Hut

(bv), 20.02.2013 19:13 Uhr

Schömberg - Mit Andreas Fischer von der "Nein-Partei" steht ein zweiter Kandidat für die Bürgermeisterwahlen in Schömberg fest. Amtsinhaber Karl-Josef Sprenger hat, wie berichtet, seine Unterlagen bereits abgegeben.

"Jeder hat das Recht, Nein zu sagen", betont der 36-Jähre, der mit seiner Familie in Berlin lebt und im Falle seiner Wahl "das Amt des Bürgermeisters nicht annehmen will".

Zeigt diese Bewerbung Fischers, der von sich sagt, er sei kein Spaßkandidat, schon eine Parallele zur Bürgermeisterwahl in Rickenbach im Hotzenwald auf? Dort haben sich 28 Kandidaten beworben, darunter auch ein Vertreter der Nein-Partei, von denen aber nur wenige ernsthafte Ambitionen auf das Bürgermeisteramt haben.

Andreas Fischer, so heißt es in einer (Standard-)Mitteilung, die vom "Politischen Generalsekretär der Nein-Idee", Marius Augustin stammt, sei von Beruf Vater, Hausmann und Unternehmer, Berliner Landesvorsitzender der Nein-Idee sowie deren Bundesvorstandsmitglied.

"Wir sind die einzige Partei in Deutschland, die immer Nein sagt", wird Fischer zitiert, der vor kurzem in Kreßberg, Landkreis Schwäbisch Hall, auf Anhieb 13 Prozent der Stimmen erreichte.

"Wir wollen dafür sorgen, dass es für die Wähler eine Wahlalternative gibt und geben den Menschen, die die Politik der Lobbyparteien für eine Sackgasse halten, eine Nein-Option." Das Nein-Credo lautet: "Es ist gleich, ob man ein kleineres Übel wählt, seinen Stimmzettel ungültig macht oder gar nicht wählt. Jeder Bürger sollte das Recht haben, bei der Bürgermeisterwahl Nein zu allen Kandidaten zu sagen."

So geht es Fischer mit seiner Bewerbung in Schömberg auch nicht darum, das Amt anzustreben, sondern um "mehr Demokratie". Fischer trete zur Wahl in Schömberg an, "um den Wählern die Möglichkeit zu geben, die Kandidaten abzulehnen, wenn sie diese nicht für befähigt halten."

Weitere Informationen:

www.nein-idee.de

 
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Kommentare (4)
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FEB
24
Roland Späth, 08:52 Uhr

Nein, verstanden hat er nichts und will auch nie etwas 'verstehen'

Er schüttelt vermutlich zu viel den Kopf, da fallen die Synapsen in Ohnmacht. Und die Parole, die 'was geschafft und angepackt haben', würden 'uns nach vorne bringen' ist so abgedroschen, dass jeder mit nur 2 grauen Zellen sie nachplappern kann. Die 'ja Sager' schaffen i. d. R. für die Profiteure und erhalten dafür ein Almosen, bspw. können sie sich ein Auto 'finanzieren' und mit ihrem 'Bausparvertrag' ein Häusle finanzieren, an dem ihre Kinder noch abbezahlen. Dass die Bank daran satt verdient, die 'Bausparkasse' - grosse Versicherungskonzerne- die Lebenshaltungskosten für uns alle nach oben treibt, um nicht von den 'Renditen', die sie ausschütten müssen, überholt zu werden und das Geld, das der Sparer nach x Jahren erhält, nicht mal mehr die Hälfte wert ist, was er eingezahlt hat, das checkt der JaSager nie und nimmer. Ob die 'Nein Idee' zu Ende gedacht ist, will ich hier nicht erörtern, denn dann schütteln sich 'Die Ja -zu SS21- Sager' noch die ganze Birne weg.

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FEB
23
personifiziert, 14:27 Uhr

blankes Entsetzen

Mich überkommt blankes Entsetzen über das Unverständnis des ersten Kommentators. Freiheit beginnt mit der Möglichkeit ein klares 'Nein' auszusprechen, wenn andere ein 'Ja' voraussetzen! Scheinbar hat der Kommentarersteller diesen Sachverhalt nicht vollumfänglich verstanden, sofern er sich darüber überhaupt jemals damit beschäftigte. >>Steht nur ein Kandidat auf dem Zettel, dann ist es eine Wahl. Stehen zwei oder mehr Kandidaten zur Auswahl, so wird es zur 'Kampfabstimmung!'<< *Volker Pispers, deutscher Kabarettist Was ist bloß aus dem Geist von 1848 geworden???

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FEB
21
Lustigerkeks, 20:22 Uhr

NEIN

Prinzipiell ist dieses NEIN eine angenehme Option für alle, die die JA Sager und Durchwinker nicht mehr sehen können. In Verbindung mit der direkten Demokratie macht es sogar Sinn. Auf der Website wird angeben „Die FÄHIGKEIT, das Wort “NEIN” auszusprechen, ist der erste Schritt zur FREIHEIT.“ Wer dieses Zitat versteht, versteht bestimmt auch die Ambitionen dieser Idee. Ich denke, wenn wir uns einig werden würden, bräuchte man so eine zurzeit seltsame von statten gehende Politik sowieso nicht mehr. An sich ist die Idee gut, aber nur auf Bundesebene, hier bei uns wird ja nur dieses NEIN Gehör finden können und keine von uns gewollte Lösungen.

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