Schömberg - Mit Andreas Fischer von der "Nein-Partei" steht ein zweiter Kandidat für die Bürgermeisterwahlen in Schömberg fest. Amtsinhaber Karl-Josef Sprenger hat, wie berichtet, seine Unterlagen bereits abgegeben.

"Jeder hat das Recht, Nein zu sagen", betont der 36-Jähre, der mit seiner Familie in Berlin lebt und im Falle seiner Wahl "das Amt des Bürgermeisters nicht annehmen will".

Zeigt diese Bewerbung Fischers, der von sich sagt, er sei kein Spaßkandidat, schon eine Parallele zur Bürgermeisterwahl in Rickenbach im Hotzenwald auf? Dort haben sich 28 Kandidaten beworben, darunter auch ein Vertreter der Nein-Partei, von denen aber nur wenige ernsthafte Ambitionen auf das Bürgermeisteramt haben.

Andreas Fischer, so heißt es in einer (Standard-)Mitteilung, die vom "Politischen Generalsekretär der Nein-Idee", Marius Augustin stammt, sei von Beruf Vater, Hausmann und Unternehmer, Berliner Landesvorsitzender der Nein-Idee sowie deren Bundesvorstandsmitglied.

"Wir sind die einzige Partei in Deutschland, die immer Nein sagt", wird Fischer zitiert, der vor kurzem in Kreßberg, Landkreis Schwäbisch Hall, auf Anhieb 13 Prozent der Stimmen erreichte.

"Wir wollen dafür sorgen, dass es für die Wähler eine Wahlalternative gibt und geben den Menschen, die die Politik der Lobbyparteien für eine Sackgasse halten, eine Nein-Option." Das Nein-Credo lautet: "Es ist gleich, ob man ein kleineres Übel wählt, seinen Stimmzettel ungültig macht oder gar nicht wählt. Jeder Bürger sollte das Recht haben, bei der Bürgermeisterwahl Nein zu allen Kandidaten zu sagen."

So geht es Fischer mit seiner Bewerbung in Schömberg auch nicht darum, das Amt anzustreben, sondern um "mehr Demokratie". Fischer trete zur Wahl in Schömberg an, "um den Wählern die Möglichkeit zu geben, die Kandidaten abzulehnen, wenn sie diese nicht für befähigt halten."

Weitere Informationen:

www.nein-idee.de