
Wolfram Eitel Schömberg. Eine Ausstellung von Werken des heimischen Malers Dieter Holzner ist ab Sonntag, 15. Januar, im Schömberger Haus Bühler zu sehen. Die Vernissage beginnt um 11 Uhr. Die abwechslungsreiche Auswahl aus dem Schaffen des Künstlers umfasst rund 70 Gemälde. Geprägt sind sie alle von einem harmonischen Dreiklang aus "Gemalter Musik – Malerei und Grafik". Diese Verbindung von bildender Kunst und Musik dient auch als Überschrift und Motto der Ausstellung. Die mit selbstbewusster Farbgebung in Acryl auf Leinwand verewigten Motive kann der Betrachter aufgrund naturalistischer Nähe gut nachvollziehen.
Mehr oder weniger sind in den ausgestellten Exponaten auch interessante abstrakte Komponenten enthalten. Sie verleiten zur Vertiefung und erleichtern den kreativen Zugang zu den Zusammenhängen zwischen Musik, Farben und Formen. "Meine Malerei ist gemalte Musik, eine Komposition von Linien, Formen und Farben", fasst der Künstler die Grundidee seiner Werke zusammen. Wenn man zum Beispiel in die faszinierende Impression Holzners von New Yorker Straßenschluchten eintaucht, meint man in der Tat, weltstädtisches Verkehrsgetöse zu hören. Auffällig sind die raumgreifenden Linien, die viele Bildoberflächen netzartig überziehen. Sie schaffen vielfältige, auch als klangreiche Informationsträger genutzte Dreiecksflächen und bieten Überschneidungserlebnisse mit Rundelementen. Außerdem vermitteln sie den Eindruck von Rhythmus.
Weitere Verbindungen zwischen Musik und Malkunst stellt Holzner dar, indem er seine musikalischen Eindrücke schwungvoll auf Papier festhält, während er Musik hört, oder auch, wenn er berühmte Musikinterpreten malerisch charakterisiert. Sehenswerte Abbilder von Violinvirtuosen wie Anne Sophie Mutter oder David Garrett sind zu sehen. Auch interessante Portraits von Vertreten aus Jazz und Popmusik kommen nicht zu kurz.
Dieter Holzner ist im Enzkreis beheimatet und wurde in Neuenbürg geboren. Schon von jung an wollte er Kunst-maler werden. Da seine Eltern jedoch Wert auf eine sichere Existenz legten, wurde er zum Stahlgraveur ausgebildet. Parallel zur Berufstätigkeit hat sich Holzner stets in der Malerei weitergebildet und unter anderem auch an der Pforzheimer Fachhochschule für Gestaltung studiert. Wesentliche Impulse erhielt er in jungen Jahren von seinem Freund und Ratgeber Norman Siegbert. Der früher in Unterlengenhardt ansässige Maler war ein Schüler von Wassily Kandinsky.