Von Wolfram Eitel

Bad Liebenzell. Einen breiten Raum hat bei der Sitzung des Bad Liebenzeller Gemeinderats am Dienstagabend die Diskussion um die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen des Kindergartens Marienstift eingenommen.

Bereits vor einem Jahr hatten die Räte einem ersten Entwurf von Stadtbaumeister Alvaro Campillo grundsätzlich zugestimmt. Unter der Voraussetzung allerdings, dass für die im Marienstiftgebäude genutzten Räumlichkeiten des Schwarzwaldvereins und des Jugendclubs Prisma geeignete Ersatzräume gefunden werden können.

Während dies im Falle des Schwarzwaldvereins kein Problem war, konnten bislang für den Jugendclub keine geeigneten Alternativen gefunden werden. Vieles sprach deshalb für die räumliche Beibehaltung des Prisma, dessen Räume auch für die offene Jugendarbeit genutzt werden. Für diese Lösung setzt sich auch der Jugendgemeinderat nachdrücklich ein, der zu Beginn der Beratungen Bürgermeister Volker Bäuerle eine entsprechende Unterschriftenliste zur Unterstützung des Prisma-Anliegens überreichte. Dieses war schließlich ausschlaggebend für eine grundsätzliche Überarbeitung des bisherigen Nutzungskonzepts.

Der von Campillo engagiert vorgetragene neue Entwurf beinhaltete eine Lösung. Die erforderliche Kompensationsfläche von zusätzlich 140 Quadratmeter konnte nämlich ohne Qualitätseinbußen durch Integration von Teilen einer bislang überdachten Freifläche gewonnen werden. Sämtliche Nutzungs- und Funktionsbereiche blieben insofern nicht nur erhalten, sondern wurden sogar noch optimiert. Gleichzeitig könnte durch die räumliche Nachbarschaft von Kindergarten und Jugendtreff eine ganzheitlich wünschenswerte soziale Integration bei der Nachwuchsarbeit erreicht werden. Eine weitere Voraussetzung für die Zustimmung des Rates war die Sicherstellung einer interimsmäßigen Unterbringung für die rund 100 Kinder während der Bauzeit. Sie soll im ehemaligen Hausmeistergebäude bei der Schule erfolgen, das hierzu allerdings noch entsprechend hergerichtet werden muss.

Nach eingehender Diskus-sion stimmte der Gemeinderat den Baumaßnahmen und der interimsmäßigen Unterkunft der Kinder zu. Für die künftige Unterbringung des Jugendclubs Prisma sollen jedoch unabhängig davon weitere Alternativen gesucht werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bei einer von Kindergartenleiterin Aurelia Klose prognostizierten Zunahme der Ganztagesbetreuung ein höherer Raumbedarf entsteht.