
Schömberg (bv). Mit den Narrentagen am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Februar, steht der Schömberger Zunft ein besonderes Ereignis ins Haus: Gefeiert werden 200 Jahre Alter Harzer und 90 Jahre Narrenzunft.
Der Harzer ist eine Einzelfigur. Inzwischen sind aber mehrere Harzer zugelassen. In Privatbesitz befinden sich zwei Harzer-Häser, über zwei Kleidle verfügt auch die Zunft. Am Fasnetsdienstag darf aber traditionsgemäß nur ein Harzer mitlaufen, bei dem die Kinder Süßigkeiten heischen mit dem Spruch: "Fasnet isch bald aus, d’Harzer hat an Rausch."
Der Harzer ist das älteste Narrenkleid in Schömberg und trägt auf dem Rücken die Jahreszahl 1812. Die Zunft wurde 1922 gegründet. Die Entstehung der Schömberger Fasnet lässt sich aber bis zum Jahr 1796 zurückverfolgen.
Der Höhepunkt der Narrentage ist der Umzug am Sonntag ab 13.30 Uhr, an dem 20 Traditionszünfte mit rund 3000 Hästrägern und Musikern teilnehmen. Neben Narren aus Engen, Geisingen, Wolfach und Offenburg kommen mit der Röllizunft Siebnen und den Röllelibutzen aus Altstätten auch traditionsreiche Hästräger aus der Schweiz. Ansonsten freut sich der Schömberger Zunftmeister Bernhard Wuhrer darüber, beim Umzug sechs Zünfte aus dem Oberen Schlichemtal begrüßen zu dürfen.
Für die Zuschauer sind einige Verpflegungsstände aufgebaut. Bewirtet wird zudem in der Stauseehalle.
Der Sonntag beginnt mit der Narrenmesse um 9 Uhr. Anschließend ist ab 10.30 Uhr Frühschoppen in der Stauseehalle, ehe ab 11 Uhr Brauchtumsvorführungen auf dem Marktplatz stattfinden.
Am Samstag bleiben die teilnehmenden Narren weitgehend unter sich. Geplant sind ein Sternmarsch ab 16.30 Uhr, Brauchtumsvorführungen und ein Zunftmeisterempfang ab 17.30 Uhr. Der Nachtumzug startet um 19 Uhr, ab 20 Uhr ist Programm in der Stauseehalle.