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Von Andrea Fisel
Schömberg. Auf der einen Seite der kostenintensive Kampf gegen die Gefährdungen durch die Natur, auf der anderen eine gewinnbringende Nutzung der natürlichen Ressourcen: Mit diesen Aufgaben befasste sich der Gemeinderat Schömberg in seiner jüngsten Sitzung.
Ausschlaggebend für das Vorhaben der Verwaltung sowie des Gemeinderats, ein größeres Lagerungsvolumen für Streusalz zu schaffen, waren die Engpässe in der Wintersaison 2008/09 sowie die extremen Winterverhältnisse 2009/10, einhergehend mit Salzmangel und anhaltenden Lieferschwierigkeiten der Salzindustrie. "Die Gesamtmenge des benötigten Salzbedarfs könnte in den Sommermonaten günstig gekauft werden, wenn wir eine Salzlagermöglichkeit mit einem Lagervolumen von 250 Kubikmeter hätten", hatte Bauamtsleiter Martin Dittler recherchiert.
Von der Notwendigkeit einer solchen Investition, ebenso von den finanziellen sowie logistischen Vorteilen eines Salzsilos aus Holz gegenüber einer GFK-Siloanlage oder einer Lagerhalle herrschte im Gemeinderat klare Übereinstimmung.
Was den geplanten Standort des Hochbehälters anbetraf, hatten Marco Kusterer und Andreas Ehnis Bedenken: Immerhin werde der Eindruck von Schömberg maßgeblich durch das Erscheinungsbild des Geländes zwischen Recyclinghof, Waldrand und Straße geprägt. Genau dort würde dann ein fast 20 Meter hohes, wenig attraktives Bauwerk die ankommenden Gäste begrüßen. Bürgermeisterin Bettina Mettler begrüßte den Vorschlag von Joachim Zillinger, die Standortwahl noch einmal vom Bauamt überprüfen zu lassen. Erst dann könne eine endgültige Entscheidung getroffen werden.
Zum Thema "Künftige Nutzung von Windenergie in der Gemeinde Schömberg" wurde beschlossen, am Donnerstag, 16. Februar, um 19 Uhr eine Bürgerversammlung im Bürgerhaus Langenbrand zu veranstalten. "Nachdem das vorhandene Windrad in Langenbrand und eine mögliche Erweiterung in diesem Gebiet in der Vergangenheit eine große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren haben, ist es der Verwaltung und dem Gemeinderat wichtig, die Bevölkerung frühzeitig in die Überlegungen mit einzubeziehen und alle Informationen bereitzustellen", ließ Mettler wissen.