Schömberg/Unterreichenbach/Engelsbrand - Ob im Gewerbegebiet Interkom Nordschwarzwald in Schömberg eine Paintball-Sporthalle entsteht ist offen.

Zwar hat sich der Gemeinderat von Schömberg mehrheitlich gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen, doch letztendlich entscheidet die Versammlung des Zweckverbandes Interkom Nordschwarzwald darüber. Das Gremium tagt am nächsten Montag, 12. November, ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Schömberg. Dort haben neben Schömberg die beiden anderen am Interkom beteiligten Gemeinden Engelsbrand sowie Unterreichenbach ebenfalls eine Stimme.

Engelsbrands Bürgermeister Bastian Rosenau sagte, dass es im Engelsbrander Gemeinderat keine abschließende Beratung gegeben habe: "Wir stimmen uns mit den anderen beiden Kommunen ab." Der Rathauschef selbst hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Die von der Paint-Plus GmbH eingereichten Unterlagen sind ihm aber noch zu wenig. Jedenfalls möchte er wissen, ob bei dem Vorhaben Arbeitsplätze entstehen und Gewerbesteuer eingenommen wird. Darüber hinaus will er geklärt haben, ob bei dem Spiel auf Menschen geschossen wird, wobei er sich vor einer Vorverurteilung hüten möchte. Er räumte ein, dass sich im Interkom Nordschwarzwald bislang nicht allzu viel tue.

Auch Unterreichenbachs Rathauschef Carsten Lachenauer ist gespannt auf das, was die Vertreter der Paint-Plus GmbH am Montag zu sagen haben. Er machte deutlich, dass es auch seiner Gemeinde vorwiegend um Arbeits- sowie Ausbildungsplätze geht. Er hoffe deshalb auf die Ansiedlung mittelständischer Betriebe. Was er bislang gesehen habe, sehe nicht nach Arbeitsplätzen aus. Momentan tendiere er eher dazu, die Pläne für eine Paintball-Sporthalle abzulehnen: "Sie ist nicht typisch für ein Gewerbegebiet."

Thorsten Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der Paint-Plus GmbH, sagte, dass fünf bis sechs versicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze entstehen. Er investiert in das Projekt nach eigenen Angaben 800 000 Euro. Beim Paintball werde übrigens nicht auf Personen geschossen, sondern sie würden markiert.

Am Interkom Nordschwarzwald in Schömberg ist Engelsbrand mit 30, Unterreichenbach mit 15 sowie Schömberg mit 55 Prozent beteiligt. Jede Kommune hat eine Stimme. Für Schömberg sitzen sieben, für Engelsbrand fünf sowie für Unterreichenbach drei Vertreter in Versammlung des Zweckverbandes, der seit Anfang 2010 existiert.