Von Steffi Stocker

Schömberg. Immer wieder trifft man das Ehepaar am Ortsrand von Schömberg. Gerne hält es den einen oder anderen Schwatz und genießt die Umgebung der Nachbarschaft und Glücksgemeinde. Heute feiern Hildegard und Oswald Fuhrmann ihre goldene Hochzeit.

Denn 1962 verliebte sich die gebürtige Hannoveranerin in den Koch und damaligen Besitzer der Maisenbacher Sägemühle. "Der Schwarzwald war für uns das Märchenland", erinnert sich das Nordlicht an das Arbeitsangebot durch den Onkel des Ehemanns. Und so begann sie im Frühjahr als Bedienung in der bekannten Gastronomie. "Seine Fröhlichkeit ließ mich dem Heimweh Stand halten", erzählt die Jubilarin. Und auch beim Betreiber der Sägemühle sprang von Anfang an der Funke über. Bereits im Dezember schlossen die jungen Leute den Bund der Ehe. Gemeinsam betrieb das Ehepaar fortan die Wirtschaft und baute im Lauf der Jahre Kegelbahnen an. Drei Kinder bereicherten zudem die Familie, die sich 1981 von der Sägemühle trennte.

Gleichzeitig hatten die Jubilare in Schömberg ein Haus gebaut und verlegten ihren Lebensmittelpunkt. Während der Hausherr als Koch in Stuttgarter Mensas Polizei, Kunstakademie und Landeskriminalamt versorgte, verdiente sich die Ehefrau als Beiköchin im Altenheim. "Auf einmal hatten wir freie Wochenenden und konnten sogar Urlaub machen", berichtete das Jubelpaar von neuen Erfahrungen. "Dennoch haben die Erfahrungen aus der Sägemühle unseren Zusammenhalt geschweißt", unterstreichen Fuhrmanns. Deshalb konnten beispielsweise auch die verheerenden Auswirkungen des Hochwassers von 1999 gemeistert werden.

"Verlässlichkeit und Fröhlichkeit prägt unser Band", untermauert das Ehepaar, das mit Lesen, kulturellen Veranstaltungen, Briefmarken und Spaziergängen seine Zeit genießt.