
Schömberg. Das Budget für Weihnachtsgeschenke hat die Gasversorgung Pforzheim Land (GVP) für eine Benefizaktion verwendet. "Wir haben eine Spende an die Kinderklinik Schömberg gegeben", sagt der kaufmännische Leiter Harry Arndt. Durch den Anbau eines neuen Gebäudeteils und die dafür notwendige Erdgasheizung kam die GVP in engeren Kontakt mit der Kinderklinik, die auch seit langem Kunde ist.
Geschäftsführer Peter Günther und Arndt besuchten im Frühjahr 2011 den Ärztlichen Direktor und Geschäftsführer Gerhard Niemann in Schömberg, der sie durch die neurologische Fachklinik mit ihren drei Stationen führte. Jedes Jahr werden bis zu 800 Kinder und Jugendliche behandelt, die durch einen Unfall, ein Geburtstrauma oder eine andere Schädigung neurologisch erkrankt oder behindert sind.
Die wochen- oder monatelange Behandlung umfasst das ganze Spektrum der Pflege und Therapie. Die Ärzte beraten Eltern, wenn sich ihr Kind nach einer Frühgeburt mit Hirnschädigung nicht altersgemäß entwickelt, wenn es epileptische Anfälle hat oder durch Schädigung der Nerven in seinen Bewegungen gehemmt ist. Und weil es schwer auszuhalten ist, dass die Nachbarkinder zu Hause ständig etwas Neues lernen, das eigene Kind aber in der Entwicklung stehen bleibt, helfen Psychologen der Familie, die Situation so gut wie möglich zu bewältigen.
Tief berührt von den Schicksalen der Patienten und vom Engagement der Ärzte, Pfleger und Therapeuten beschlossen die GVP-Verantwortlichen, die Kinderklinik zu unterstützen. Ein Anlass zur Hilfe fand sich schnell: Gleich im Entree-Bereich der Station C steht demnächst ein neues Sitz- und Liegemöbel, auf dem sich Kinder und ihre Eltern aufhalten können. Dieses Sofa ist auf die Bedürfnisse behinderter Kinder ausgerichtet und robust genug für kleine Zappelphilippe.
Niemann bedankte sich bei der Scheckübergabe: "Viele Hilfsmittel, die wir benötigen, können aus dem normalen Budget nicht bezahlt werden. Deshalb sind wir dankbar für Spenden, die Kindern und Eltern mehr Möglichkeiten fürs Miteinander eröffnen." Arndt ist sich sicher: "Dieser Spende werden weitere folgen, denn wie könnte man Geld besser anlegen als in Freude und Wohlergehen benachteiligter Kinder und ihrer Eltern."