
Von Andrea Fisel
Schömberg. Bereits zum neunten Mal wurde in den Räumen der Ludwig-Uhland-Schule Schömberg ein Mädchentag mit abwechslungsreichen Workshops vom Trägerverein Jugend und Kinder (JuKi) Schömberg angeboten.
90 Mädchen im Alter zwischen sieben und 14 Jahren, sowohl Schüler der Schömberger Einrichtung als auch deren Freundinnen aus der Umgebung, hatten sich angemeldet. Für die Organisatorin und JuKi-Vorsitzende Gabriele Freimüller stand fest: "Die Veranstaltung ist inzwischen ein Selbstläufer, die keiner großen Werbung mehr bedarf."
Frühere Teilnehmerinnen, die altershalber die Workshops nicht mehr nutzen können, fungieren jetzt dort als Mitarbeiterinnen. So auch Tochter Caroline, die im zentralen Treffpunkt "Mädchencafé" zusammen mit Sarah und Mary die Bewirtung übernommen hat.
Ursprünglich wurde die Idee eines besonderen Tags für Mädchen in einer Frauengruppe geboren. Vieles sei vielleicht schon deshalb "mädchentypisch", analysierte Freimüller: "Jedoch kamen die Wünsche zu Angebot und Gestaltung der Workshops von den Mädchen." Im Übrigen ließe die ausschließlich positive Resonanz und die Nachfrage kaum Zweifel, dass die speziellen Angebote den Geschmack der weiblichen Teilnehmer treffen, schmunzelte die erfahrene Organisatorin der ersten Stunde.
Ein Rundgang durch die einzelnen Workshops brachte Erstaunliches zutage: Da konnten die Mädchen den handwerklichen Umgang mit Holz, Laubsäge und Farbe erlernen, dort entstanden mittels Batik- oder Filztechnik individuell gestaltete T-Shirts, Blüten, Bälle oder Schalen in den schönsten Farben und Formen.
Im nächsten Raum konnte Kreativität trainiert werden, um aus den unterschiedlichsten Materialien Glücksbringer, Kerzen oder Dekoration fürs eigene Zuhause herzustellen. Schon von weitem verlockten die herrlichsten Gerüche aus der Schulküche, ausgefallene Rezepte auszuprobieren – zum Verschenken oder selber Naschen.
Bewegung war angesagt sowohl bei Volkstanz oder Latino-Musik als auch beim Selbstverteidigungskurs. Entspannung pur versprach daraufhin eine Verwöhnmassage im Wellnessraum bei dezenter Beleuchtung und dem Duft ätherischer Öle. Und wenn dann letztendlich das Gesicht perfekt geschminkt und die Frisur im neuesten Trend gecreppt, geglättet oder gelockt war, dann dürfte der Mädchentag im nächsten Jahr schon wieder im Terminkalender stehen. Zumal dann das zehnjährige Jubiläum ansteht, für das Gabi Freimüller und ihr bewährtes Team schon konkrete Vorstellungen besitzen: "Alle ehemaligen Teilnehmerinnen werden zu dieser besonderen Veranstaltung eingeladen, bei der am Nachmittag ein Überraschungsprogramm ansteht."