
Von Martina Zieglwalner Schömberg. Weiter auf Erfolgskurs schwimmt die Seh(e)-Bühne des Schömberger Kaffee-Gässle-Vereins. Die Atmosphäre des ehemaligen Therapiebads im Hotel Haus am Kurpark hat sich bei Künstlern wie Zuschauern herumgesprochen. Der Run auf die Karten für die vierte Spielsaison der Kleinkunstreihe hat bereits eingesetzt.Auf die bewährte Mischung von Comedy und Musik setzt das Team um den Vorsitzenden Bernd Petermann und Schriftführerin Ludgera Petermann. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch Begegnungen mit einigen neuen Gesichtern.
Nach Künstlern muss der Kaffee-Gässle-Verein nicht mehr suchen. "Wir haben mehr Bewerber als Termine", freut sich Bernd Petermann über den Ruf, den die Seh(e)-Bühne mittlerweile genießt. Da sei zum einen das besondere Ambiente in dem früheren Schwimmbad, das die Helfer passend zu jedem Abend dekorieren. Und mit einer ebenfalls dem Motto entsprechenden Spezialität aus der Küche von Mönchs Lamm rundet Jürgen Mönch den Genuss kulinarisch ab. Zum anderen habe sich unter Musikern und Comedians der freundliche Empfang und die persönliche Betreuung durch die Vereinsmitglieder herumgesprochen. "Viele bedanken sich nach dem Auftritt für den tollen Abend und bieten gleich an, in der nächsten Saison wieder zu kommen", schildert Bernd Petermann.
Doch er schaut bei den Engagements auch auf Abwechslung. So haben die Kabarettisten Tina Häussermann und Roland Maier die Besucher der Seh(e)-Bühne bereits begeistert und haben nun ihre neuen Programm im Gepäck. Die fünf weiteren Künstler präsentieren sich jedoch zum ersten Mal in Schömberg. Zudem legt der Kaffee-GässleVerein Wert auf Niveau. "Die Menschen möchten lachen, aber nicht über reine Schenkelklopfer", beschreibt Ludgera Petermann das Stammpublikum, dass inzwischen an die 70 Prozent der Zuschauer ausmacht. Um weitere Gäste anzusprechen, präsentiere die Seh(e)-Bühne in dieser Saison den Zimmermanns-Barden Jan Jahn, der in seinen Liedern von den Abenteuern auf der Walz erzählt. Im Vorfeld ist geplant, die Handwerksbetriebe aus der Umgebung einzuladen und Zimmermänner in traditioneller Kluft mit einem Gratisgetränk als Belohnung anzulocken. Mit Alltagsgeschichten und den Widrigkeiten des Lebens, in denen sich die Besucher wiederfinden, wollen die Initiatoren ihre Gäste unterhalten.
Wert legen sie zudem darauf, dass die Eintrittspreise bezahlbar sind. "Kultur auf hohem Niveau zu bezahlbaren Preisen" gibt Ludgera Petermann die Devise aus. Und das ohne Subventionen, betont sie. Da mache sich der Verein jetzt schon Sorgen, dass die Gemeinde ein ähnlich gestricktes Konzept mit Comedy und Kleinkunst in der Reihe "kultur.klub." im Kurhaus ins Leben gerufen habe und somit in Konkurrenz zu der ehrenamtlich betriebenen Seh(e)-Bühne trete.
Doch der Verein finde Anerkennung in Schömberg. Als es galt, eine neue Beschallungsanlage anzuschaffen, um bis auf den letzten Platz ein gutes Hörerlebenis zu bieten, seien neben einem Zuschuss der Gemeinde in kurzer Zeit die notwendigen Spenden von Privatpersonen und Firmen eingegangen, beschreibt Ludgera Petermann den Rückhalt. Und im Haus am Kurpark habe der Verein eine Heimat gefunden und könne auf die Unterstützung von Vorstandsmitglied Christoph Eck zählen, der auch den Druck der Flyer übernehme.
Weitere Informationen: www.hotel-hausamkurpark.de