
Schömberg - "Die Zukunft kann keiner voraussehen, aber wir können die Basis für Zukünftiges schaffen", appellierte Bettina Mettler in ihrer Begrüßungsansprache beim Neujahrsempfang im Kurhaus Schömberg an die Gäste.Dabei wäre in den vergangenen Jahren zu erkennen gewesen, dass ein einfaches "weiter so" keine Lösung für ihre Gemeinde sei, fuhr die Bürgermeisterin fort, folglich hätten sie begonnen umzudenken, um die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen unter Einbeziehung der unzähligen guten Ideen aller Bürger. "Nachhaltig wirkt eine Gemeinde dann, wenn sie den Wandel der Zeit erkennt, gleichzeitig aber ihren Werten verpflichtet bleibt", beteuert sie.
Rückblickend erwähnte sie die Planungen für den Kindergartenneubau Langenbrand, verschiedene Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden, Straßen und Anlagen sowie die Einweihung des Gewerbegebiets Interkom Nordschwarzwald. "Dieses Projekt ist Sinnbild für eine enge Zusammenarbeit von Gemeinden und Landkreisen", lobte Mettler denn auch. In Zukunft werde auch weiter in Infrastruktur und Sanierungsmaßnahmen investiert, ließ sie wissen. In aller Kürze stellte sie darauf die wesentlichen Punkte des Investitionsprogramms für das Jahr 2012 vor.
Einer besonderen Erwähnung bedurfte ein Thema, das die Menschen in Schömberg bewegt wie kein anderes: "Der Abbruch des Bades samt Sauna." Zusammenfassend erinnerte die Gemeindevorsteherin noch einmal an den Werdegang bis zur endgültigen Ablehnung jeglicher Badprojekte mittels eines Bürgerentscheids. Fotografin Christa Kusterer hat eine Ausstellung "Time to say good bye" mit Bildern des Bades im Rathaus erstellt.
Eine gelungene Überraschung hatte Landrat Helmut Riegger mitgebracht, die er der Bürgermeisterin samt den strahlenden Erzieherinnen überreichte, die Baugenehmigung des neuen Kindergartens Langenbrand. "Ich komme auch gerne zum Spatenstich und zur Einweihung", verriet der Überbringer der Botschaft, die er noch unterstrich: "Wir brauchen bessere Kinderbetreuung, denn wir brauchen wegen des demografischen Wandels jede Frau zum Arbeiten."
Seiner Ermunterung, gemeinsam zu handeln, konnte Annette Kurth von "pro management" nur zustimmen. Sie präsentierte die Ergebnisse der Projektgruppen, die sich unter dem Motto "Unser Schömberg von morgen" mit einer nachhaltigen Kommunalentwicklung dank Bürgerbeteiligung befasst hatten. Dabei sind sich alle Beteiligten einig, dass dem Glück in Schömberg nachgegangen werden solle. Ein zukunftsfähiges Schömberg müsse sich attraktiv für Jung und Alt, für Unternehmen und Betriebe unter dem Leitmotiv "Glück" gestalten.
Dazu wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt, deren Auswertung deutliche Signale bringt: Familie und Gesundheit, Lebensqualität und Zufriedenheit, Natur und Entschleunigung haben für die Bürger oberste Priorität. Ein Maßnahmenkatalog liege dem Gemeinderat bereits vor, der in absehbarer Zeit darüber entscheiden wird, was möglich und machbar ist.
Ein weiterer Schritt in die Richtung des gemeinschaftlichen Handelns stellten die Familienbesucherinnen dar. Mit einem Anspiel stellten sich die fünf Mitarbeiterinnen vor: Simone Hackmann, Brunhilde Heger, Reglindis Reusch, Steffi Müller und Helene Ignatenko.