Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren

Schömberg Bürgermeisterin wittert Verschwörung

Steffi Stocker, vom 08.11.2011 04:30 Uhr
vorherige Bild 1 von 2 nächste
Bürgermeisterin Bettina Mettler wirft den Schömberger Touristikern vor, nicht zukunftsorientiert zu denken, sondern den Blick in die Vergangenheit zu richten.  
Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote
Bürgermeisterin Bettina Mettler wirft den Schömberger Touristikern vor, nicht zukunftsorientiert zu denken, sondern den Blick in die Vergangenheit zu richten. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote
Siehe auch

Schömberg - In der Glücksgemeinde Schömberg brodelt es wegen der künftigen Ausrichtung des Tourismus (wir berichteten). Nachdem Bürgermeisterin Bettina Mettler ihre Sicht der Dinge veröffentlichte, hagelt es Kritik. Der Rathauschefin wird vorgeworfen, zu wenig souverän und kompromissbereit zu sein.

"Als Souverän der Gemeinde sollte sie souverän damit umgehen", sagt Gerold Kraft. Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Wählervereinigung fordert alle Beteiligten auf, Animositäten außen vor zu lassen und gemeinsam nach Lösungen für ein zukunftsfähiges Tourismuskonzept zu suchen. Nach gegenseitigen Vorwürfen müsse das Ziel eine konstruktive Zusammenarbeit sein. Gleichzeitig habe er den Eindruck, dass man nach Gesprächen mit dem Verein Tourismus, Handel und Gewerbe (THG) sowie Dehoga aufeinander zugehe.

"Ich muss der restlichen Bevölkerung zeigen, was läuft", wittert Bürgermeisterin Bettina Mettler unterdessen eine Verschwörung. "In geheimer THG-Sitzung wurde darüber beraten, mich abzuwählen", beruft sie sich auf ihre Informanten. Gemeinderat Jürgen Seibold weiß um den Zwischenruf eines einzelnen Mitglieds bei dem Treffen. Darüber hinaus bestätigt er den Inhalt der Informationen gegenüber dem THG, der schließlich zur Anfrage an den Gemeinderat geführt hatte, was die Tourismuszahlen betrifft. SPD-Fraktionsvorsitzender Helmut Sperth hingegen bestreitet dies. Er verweist auf Interna, über die er nicht spreche. "In der ausschlaggebenden Sitzung wurden die Leistungsträger von Handel, Gewerbe und Gastronomie vor vollendete Tatsachen gestellt, nämlich eine Tourismuskooperation mit Bad Wildbad", fasst Seibold zusammen. Viele Eckpunkte seien jedoch ungeklärt.

Auf dem Weg zu einer großen Marketingeinheit Nordschwarzwald in Sachen Tourismus musste aufgrund des Personalwechsels im Landkreis Calw eine Pause eingelegt werden. Deshalb strebt die Gemeinde Schömberg mit der Kooperation nach Bad Wildbad einen Zwischenschritt an. "Ich bin außer mir, von den eigenen Betrieben während der Verhandlungsführung torpediert zu werden. Es wird versucht, mir mit Unwahrheiten das Messer in den Rücken zu stoßen", sagt Mettler. Sie fügt hinzu, dass die Touristiker in Schömberg nicht gewillt seien, sich an der Zukunft zu orientieren, sondern vergangenheitsbezogen agieren. Die Kooperation mit dem Enztal könne in der mit dem Landkreis aufgehen.

"Wenn wir unser Marketing aus der Hand geben, haben wir später kein Mitspracherecht mehr", formuliert Seibold die Befürchtungen des THG. Er kritisiert die mangelnde Kompromissbereitschaft der Verwaltung.

"Es gilt auszuhandeln, wie die Marke Schömberg bestehen bleibt", sagt Sperth. "Im Interesse der Betreiber sollte ein gemeinsamer Konsens gefunden werden und Empfindlichkeiten sowie Befindlichkeiten außen vor bleiben", wirbt der SPD-Fraktionsvorsitzende um die Rückkehr auf eine sachliche Ebene.

Kommentare (1)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
NOV
11
09:01 Uhr, geschrieben von Berti
Glücksgemeinde bringt kein Glück?
Glücksgemeinde!? Bringt Schömberg wirklich Glück? Wieder mal Uneinigkeit im Schömberger Rathaus, Verschwörungstheorie? Die Bürgermeisterin und die Gemeinderäte sollten am selben Strang ziehen und sich nicht gegenseitig blockieren oder mit Vorwürfen beschäftigen, sondern das Glück der Gemeinde in die Hand nehmen und sich vorbildlich für die Gemeinde einsetzen. Was spricht gegen eine Kooperation mit dem Enztal? Hauptsache ist doch, dass die Übernachtungszahlen gleich bleiben oder sogar gesteigert werden, um Arbeitsplätze zu erhalten. Das Gewerbegebiet Interkom in Langenbrand steht auch noch leer, keine Ansiedlung von Gewerbe, aber einen schönen Wald abgeholzt. Also dranbleiben und das Glück beim Schopfe packen.
Firmen öffnen Türen für Jugendliche
Zwei Schömberger Unternehmen schließen Partnerschaftsvereinbarung mit Ludwig-Uhland-Schule ab
Mühlentag wird zum Großereignis
Im Kapfenhardter Tal werden am Pfingstmontag wieder tausende Besucher erwartet.
Städte
Landkreis Calw
» Nachrichtenüberblick aus dem Landkreis
  • Altensteig
  • Althengstett
  • Bad Herrenalb
  • Bad Liebenzell
  • Bad Teinach-Zavel.
  • Bad Wildbad
  • Calw
  • Dobel
  • Ebhausen
  • Egenhausen
  • Enzklösterle
  • Gechingen
  • Haiterbach
  • Höfen
  • Jettingen
  • Nagold
  • Neubulach
  • Neuweiler
  • Oberreichenbach
  • Ostelsheim
  • Pforzheim
  • Rohrdorf
  • Schömberg CW
  • Simmersfeld
  • Simmozheim
  • Straubenhardt
  • Unterreichenbach
  • Wildberg
  • Zeitung in der Sc.
Anzeigen
Abo & Service
Anzeige
Anzeige
Nachrichtenticker
17:04   Schlag gegen Rockerkriminalität im Norden mit 1200 Polizisten
17:02   Atomunterhändler setzen Gespräche unerwartet fort
16:59   Deutschland bietet Entsorgung von Bhopal-Giftmüll an
16:41   Fiskalpakt: Keine rasche Bund-Länder-Einigung in Sicht
16:38   Chemie-Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr Geld
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Angebot der Woche

Interaktiv
  • Umfrage
Unser Star für Baku - Roman Lob

Baku rüstet sich für den Eurovision Song Contest. Glauben Sie, dass Deutschlands Vertreter Roman Lob erfolgreich ist?

 
Ja, sein Beitrag klingt vielversprechend.
Nein, der kommt nicht mal unter die besten Zehn.
Mir egal, ich schau mir das nicht an.
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Meist gelesen
  • Neueste Artikel
  • Facebook
  • Google+
  • Twitter
  • Weblogs
Anzeigen
Anzeige
Hochwertige Fahrradteile im Fachhandel kaufen – finden Sie den passenden Fahrrad Rahmen für Ihr Bike.
Sporttabellen & Termine
Sonderthemen

Schwarzwäder Bote Mediengruppe   Partner    
  Gesundheitsnetzwerk Schwrzwald-Baar   Schwarzwald Tourismus