
In einem „Spiegel“-Interview äußerte der 52-jährige Schweizer sich selbstkritisch darüber, wie er sich gegenüber er 36-jährigen Freundin benommen hat, die ihn später wegen Vergewaltigung anzeigte. „Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur bedauern kann.“
Zur öffentlichen Diskussion über sein Privatleben sagte Kachelmann: „Ich habe in meinem Leben ganz sicher nicht alles richtig gemacht. Und ich habe auch nicht in jeder Phase meines Lebens monogam gelebt. Aber deswegen habe ich keine Straftat begangen.“ Kachelmann wiederholte: „Ich bin unschuldig. Ich habe keinen Fehler gemacht, jedenfalls keinen von irgendwelcher juristischer Relevanz.“ Erotische Vorlieben diskutiere er nicht öffentlich. „Alles was geschah, geschah einvernehmlich“, sagte er.
Keine Lust auf Wettervorhersagen
Über sein Leben in der Untersuchungshaft sagte Kachelmann: „Ich war dort Hilfsreiniger.“ Zu seinen Aufgaben habe es gehört, Putzmittel und Post zu verteilen. „Außerdem musste ich die Klos putzen.“ Wettervorhersagen aus der Zelle habe er nicht gemacht, obwohl ihn seine Mithäftlinge darum gebeten hätten: „Klar hätte ich am Himmel ein paar Dinge ablesen können. Aber ich hatte keine Lust.“ Wetter sei die Leidenschaft seines Lebens gewesen, „daraus wurde ich nun rausgerissen“.
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