Schiltach (r). Am Sonntag hatte die Stadt Schiltach wieder zur traditionellen Adventsfeier für die Schiltacher und Lehengerichter Senioren in die Friedrich-Grohe-Halle eingeladen.Die Veranstaltung erfreut sich unverminderter Beliebtheit. Die Besucherzahl weist sogar steigende Tendenz auf. Diesmal kamen rund 400 Besucher, sicher auch eine Auswirkung der allgemeinen demografischen Entwicklung. Betreut wurden sie von den Frauengruppen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. Gemeinderatsmitglieder halfen bei der Beförderung von Heimbewohnern des benachbarten Gottlob-Freithaler-Hauses.

Gekommen waren auch Heimleiter Uli Esslinger und die Pflegedienstleiterin Katja Wallum. Bürgermeister Thomas Haas fügte seine Begrüßungsrede rund um ein Gedicht von James Krüss, dem bekannten Kinderbuchautor, das in froher und liebevoller Darstellung ein Bild vom Advents- und Weihnachtsgeschehen zeichnete. Haas wies darauf hin, dass zu Advent und Weihnacht nicht nur Fröhlichkeit und Musik gehörten, sondern auch Stille und Nachdenklichkeit, und er kritisierte die kommerziellen Ausuferungen. Die Geburt Christi sei der Grundstein des abendländischen Weltbildes. Und er erinnerte an die Bescheidenheit früherer Zeiten, bei der aber der wirkliche Sinn des Weihnachtsfestes noch gegenwärtiger gewesen sei. Den Senioren wünschte er, Freude und Zuversicht aus der städtischen Adventsfeier mit nach Hause zu nehmen.

Die Gemeindediakonin Susanne Spindler, die auch im Namen des anwesenden katholischen Pfarrers Bernd Müller sprach, trug eine Geschichte über die Geburt Christi vor. Sie zeigte dabei "drei verdächtige Männergestalten" im Stall, der eine in Lumpen, der zweite in Ketten und der dritte mit traurigem Blick, von den weiteren Besuchern an der Krippe nicht gern gesehen. Dabei wurde nach und nach klar, dass nur der "Eine", nämlich Jesus bei der Bewältigung der Lebens-Schattenseiten helfen könne.

Die musikalische Gestaltung der Feier übernahmen ein Streichquartett der Musikschule Schramberg, geleitet von Martin Hafner, und der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde unter Susanne Spindler.

Wie alle Mitwirkenden erhielten die beiden Ensembles langen Applaus. Gemeinsam sang die große Festgemeinschaft Advents- und Weihnachtslieder.

Kaffee, Kuchen, Getränke und ein Imbiss wurde während des Nachmittags serviert. Und dann machte der Nikolaus alias Stefan Wolber den Senioren seine Aufwartung, sprach über die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und wünschte allen ruhig-besinnliche Festtage. Außerdem wurden die Senioren mit Präsenten bedacht.

Senior Fritz Götz dankte im Namen aller Senioren der Stadt dem Gemeinderat sowie dem gesamten Betreuungsteam und allen Mitwirkenden für diesen Nachmittag, der auch in der Zukunft erhalten bleiben sollte. Bürgermeister Haas schloss den Nachmittag mit einem Dank an alle Beteiligten. Sein besonderes Lob galt der städtischen Sachbearbeiterin Sarah Schwenk, die in der Nachfolge von Sigrid Wein, ihr Debüt mit Bravour bestanden habe.